Muss sein! Thyssenkrupp-Chef López steht zu den Umbauplänen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Thyssenkrupp-Chef Miguel López hat die Dringlichkeit des angekündigten Kapazitätsabbaus in der Stahlsparte sowie die geplante Energiepartnerschaft mit EPCG unterstrichen.

Der Thyssenkrupp-Chef Miguel López verteidigt den geplanten Umbaukurs des Konzerns, auch wenn er womöglich Arbeitsplätze kosten kann: „Deutschland darf bei Stahl nicht von anderen abhängig werden und muss die grüne Transformation auch dabei schaffen.“(Bild:  Thyssenkrupp)
Der Thyssenkrupp-Chef Miguel López verteidigt den geplanten Umbaukurs des Konzerns, auch wenn er womöglich Arbeitsplätze kosten kann: „Deutschland darf bei Stahl nicht von anderen abhängig werden und muss die grüne Transformation auch dabei schaffen.“
(Bild: Thyssenkrupp)

Er äußerte dabei, dass trotz einer langen Tradition und hoher technischer Kompetenz die Zukunft der Stahlindustrie heute massiv gefährdet ist, wie die dpa meldet. Die Nachfrage sei zu gering, die Kosten – insbesondere für Energie – seien zu hoch. Außerdem drückten Überkapazitäten auf die Preise. Hinzu kämen Billigimporte aus Asien. Deshalb muss sich nach Meinung von López einfach etwas ändern. Deshalb habe man in den vergangenen Wochen wichtige Schritte eingeleitet, um den Stahlbereich zukunftsfähig aufzustellen.

Weil Stahl heute nachhaltig Geld verdienen muss ...

„Wir wollen einen Stahl, der nachhaltig Geld verdient! Und zwar so viel Geld, dass wir die Transformation hin zu grünem Stahl schaffen“, erklärt der 'Thyssenkrupp-Entscheider. Das tue man auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland, um die Versorgung der heimischen Industrie mit hochwertigem Qualitätsstahl zu sichern. Die staatliche Förderung der Direktreduktionsanlage sei deshalb eine wichtige Investition in Deutschlands grüne Transformation. Thyssenkrupp plant einen deutlichen Abbau von Stahlerzeugungskapazitäten in Duisburg, der mit einem Stellenabbau verbunden sein kann, wie es weiter heißt. Einzelheiten dazu wurden bisher aber nicht bekannt. Außerdem soll die EPCG-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky 20 Prozent der Stahlsparte übernehmen, was später auf 50 Prozent gesteigert werden soll. Dabei soll es vor allem um Energielieferungen gehen.

Deutschland darf nicht auch noch von Stahl abhängig werden

Thyssenkrupp will, dass auch in Zukunft in Duisburg hochwertiger Qualitätsstahl gekocht wird, betonte López. Stahl, den Deutschland brauche und bei dem sich das Land schon aus Resilienzgründen nicht komplett von anderen Ländern abhängig machen dürfe. Denn auf Stahl basiert schließlich ein Großteil des Wohlstands, wie López dabei klarmacht. López betonte, dass die Umbaupläne selbstverständlich mitsamt den Auswirkungen auf die Beschäftigung mit dem Betriebsrat und dem Aufsichtsrat von Steel Europe beraten werden. Arbeitnehmervertreter hatten in der Vergangenheit dem Thyssenkrupp-Vorstand und vor allem López vorgeworfen, sie nicht ausreichend informiert und in wichtige Entscheidungen miteinbezogen zu haben.

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