Krise beim Autobauer Streicht VW bis zu 30.000 Stellen?

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Kommt es zu einem massiven Stellenabbau bei Europas größtem Autobauer VW? Der Sparkurs ist Fakt und es könnten 30.000 Stellen alleine in Deutschland wegfallen

Volkswagen könnte bis zu 30.000 Stellen in Deutschland vom Tisch fegen, um den Sparkurs auf der Zielgeraden zu halten.(Bild:  Volkswagen)
Volkswagen könnte bis zu 30.000 Stellen in Deutschland vom Tisch fegen, um den Sparkurs auf der Zielgeraden zu halten.
(Bild: Volkswagen)

Laut Medienberichten könnte der angeschlagene Volkswagen-Konzern mittelfristig bis zu 30.000 Stellen in Deutschland abbauen. Das Unternehmen bestätigte diese Zahl bisher nicht. Finanzchef Arno Antlitz soll für Investitionen in den kommenden fünf Jahre die Mittel auf 160 Milliarden Euro kürzen. Zuletzt hatte VW für die mittelfristige Planung von 2025 bis 2029 noch 170 Milliarden Euro angesetzt. Eine Sprecherin der Volkswagen AG in Wolfsburg sagte, dass es klar ist: VW muss sparen, weil nur so ausreichend Geld für Investitionen in die Zukunft vorhanden ist. Doch wie man gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung dieses Ziel erreichen will, ist Teil der anstehenden Gespräche. Auch sie bestätigte die Zahl von 30.000 Stellen, die auf der Kippe stehen sollen, nicht.

(Zu) hohe Kosten bei der Kernmarkte VW-Pkw

Hintergrund der Debatte: VW hat in der Kernmarke VW-Pkw mit hohen Kosten zu kämpfen. Der Autobauer hat die seit Jahrzehnten geltende Beschäftigungssicherung mit den Gewerkschaften in Deutschland bekanntlich aufgekündigt, Werksschließungen und betriebsbedingte Entlassungen sind nicht mehr ausgeschlossen. Und Markenchef Thomas Schäfer will in den kommenden Jahren die operative Rendite auf das Zielniveau von 6,5 Prozent hieven. Der Druck ist aber offensichtlich doch so groß, dass weitreichende Einschnitte bei den Beschäftigten auf den Tisch kommen sollen.

VW setzt den Rotstift vor allem bei der Forschung an

In der Forschung und Entwicklung könnte es besonders bitter werden. Denn von den rund 13.000 Beschäftigten in Deutschland müssten laut einigen Prognosen 4.000 bis 6.000 ihren Hut nehmen. Altersteilzeit und Abfindungen würden dafür als mildernde Maßnahmen nicht ausreichen. VW hatte im Rahmen der Investitionsplanung bereits angekündigt, in den Jahren 2023 bis 2024 viel für neue Technik, Antriebe, Batterien und Software ausgeben zu müssen – danach sollte die Investitionsquote aber auch wieder sinken.

Im vergangenen Jahr wurden 13,5 Prozent vom Umsatz im Autogeschäft für Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung ausgegeben (rund 36,1 Milliarden Euro). In diesem Jahr hat der VW-Finanzchef bisher 13,5 bis 14,5 Prozent vom Erlös dafür eingeplant. 2027 soll die Quote allerdings auf unter 11 Prozent sinken, 2030 sogar auf rund 9 Prozent, hatte Blume letztes Jahr den Investoren versprochen. Diese monieren schon seit Jahren die hohen Ausgaben, weil sie auch den finanziellen Spielraum für Ausschüttungen an die Aktionäre schmälern.

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