Fairer Wettbewerb gefordert Strafzölle auf chinesische E-Autos kommen

Von Stefanie Michel 1 min Lesedauer

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Die EU-Mitgliedstaaten haben den Weg für neue Importabgaben freigemacht. Sie haben für Sonderzölle auf Elektroautos aus China gestimmt.

Strafzölle beim Import in die EU: Chinesische Hersteller müssen bald mehr bezahlen.(Bild:  Pixabay/349241163tony)
Strafzölle beim Import in die EU: Chinesische Hersteller müssen bald mehr bezahlen.
(Bild: Pixabay/349241163tony)

Im Ringen um fairen Wettbewerb in Sachen Elektromobilität haben sich die Mehrheit der EU-Länder auf Strafzölle der EU gegenüber China geeinigt. Die Sonderzölle dürften bereits ab November dieses Jahres schlagend werden.

Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Diplomatenkreise schreibt, stimmten Deutschland sowie Ungarn, Malta, die Slowakei und Slowenien gegen die Strafmaßnahme. Dafür votierten neben Frankreich und Italien auch die Niederlande, Irland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Luxemburg. Die übrigen Staaten enthielten sich offenbar, heißt es.

Hintergrund ist ein Streit zwischen der EU-Kommission und China um einen fairen Wettbewerb bei Elektroautos. Die Volksrepublik subventioniert die Herstellung von E-Fahrzeugen chinesischer Produzenten massiv, wodurch laut Brüssel Wettbewerbsverzerrungen in der EU entstehen und heimische Erzeuger vor allem hinsichtlich des Preises das Nachsehen haben.

BYD, Geely und Saic im Fokus

Die Gestaltung der Strafzölle auf die chinesischen Importe sieht künftig wie folgt aus:

  • BYD, Geely und Saic müssen ab kommendem Monat individuelle Zölle in Höhe von 17, 18,8 und 35,3 Prozent zahlen.
  • Auf Tesla entfällt der geringste Tarif von 7,8 Prozent, weil der US-Konzern kein Joint Venture mit einer chinesischen Firma hat. Er baut die Autos eigenständig in China.
  • Alle anderen Autobauer, die in China Produktionsstätten betreiben, müssen künftig mindestens 21,3 Prozent Ausgleichszoll auf ihre Importe in die EU bezahlen – auch die deutschen Hersteller VW, BMW und Mercedes. Je nach Joint-Venture-Partner gelten allerdings unterschiedliche Zölle. Für VW und Saic gilt künftig der Höchstsatz von 35,3 Prozent.

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