OECD-Analyse Stärkster Rückgang der Arbeitszeit

Quelle: Pressemitteilung WKÖ 1 min Lesedauer

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Österreich verzeichnet den stärksten Rückgang der Arbeitszeit in der Eurozone. So ist die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen in Österreich zwischen dem 1. Quartal 2005 und 1. Quartal 2024 um 13,8 Prozent gesunken.

Prozentuelle Veränderung der durchnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen in den letzten 20 Jahren.(Bild:  DMC/OECD)
Prozentuelle Veränderung der durchnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen in den letzten 20 Jahren.
(Bild: DMC/OECD)

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen hat sich in einem Großteil der OECD-Länder während der vergangenen Jahre deutlich reduziert. Das zeigt der aktuelle Employment Outlook der OECD. Verglichen mit den Mitgliedern der Eurozone fiel dieser Rückgang in Österreich am stärksten aus: So ist die Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person hierzulande zwischen dem 1. Quartal 2005 und dem 1. Quartal 2024 um 13,8 Prozent gesunken.

Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie Ende 2019 hat sich der Trend in Richtung Arbeitszeitverkürzung noch einmal verstärkt. Laut OECD sind die Hauptgründe die allgemeine Zunahme der Teilzeitbeschäftigung sowie die Verringerung der Arbeitsstunden innerhalb des gleichen Arbeitsplatzes.

Auch bei Erwerbsbeteiligung hinkt Österreich hinterher

Während die Zahl der Arbeitsstunden sinkt, entwickelt sich die Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Österreich lediglich unterdurchschnittlich. In der Eurozone war die Erwerbsquote im 1. Quartal 2024 um 1,1 Prozentpunkte höher als zu Beginn 2022; in Österreich ergab sich im gleichen Zeitraum lediglich ein Zuwachs um 0,3 Prozentpunkte.

Insgesamt gelangt die OECD zu dem Schluss, dass sich die Arbeitsmärkte in den OECD-Ländern trotz der Krisen der vergangenen Jahre als widerstandsfähig erwiesen haben und die meisten von ihnen historisch hohe Beschäftigungsniveaus und eine niedrige Arbeitslosenquote aufweisen. In Österreich lag die Arbeitslosenquote zuletzt (April 2024) mit 4,7 Prozent unter dem Durchschnitt der Eurozone mit 6,4 Prozent. Es zeichnet sich daher eine schwierige Ausgangslage auf dem Arbeitsmarkt ab, sobald der wirtschaftliche Aufschwung einsetzt.

Ungenutzte Arbeitsmarktpotenziale müssen gehoben werden

Aufgrund der demografischen Entwicklung und des sich damit weiter zuspitzenden Arbeits- und Fachkräftemangels wiegen ungenutzte Arbeitsmarktpotenziale umso schwerer. Durch richtig gesetzte Anreize für Mehr- und Vollzeitarbeit sollten diese Potenziale daher so rasch wie möglich gehoben werden.

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