Praxisbeispiel
Forschungsförderung unbürokratisch

Ein Gastbeitrag von Gary Huck 5 min Lesedauer

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Forschungsprojekte sind ergebnisoffen und somit für Unternehmen immer mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Durch staatliche Förderungen lassen sich diese abmildern.

Bei Deepdrive werden Elektromotoren für die Autoindustrie entwickelt.(Bild:  Deepdrive)
Bei Deepdrive werden Elektromotoren für die Autoindustrie entwickelt.
(Bild: Deepdrive)

Beim Thema Innovation kommt Deutschland nicht allzu gut weg. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man dem medialen und gesellschaftlichen Diskurs lauscht: Zu langsam gehe alles voran, wegen der übermäßigen Bürokratie. Die Politik mache den Wirtschaftsstandort Deutschland immer unattraktiver. Dass übermäßige Bürokratie und Kontrolle nicht unbedingt gute Voraussetzungen für Innovationen sind, scheint logisch. Steigende Kosten und eine durch Krisen permanent angespannte wirtschaftliche Situation erhöhen die Investitionsbereitschaft von Unternehmen in Forschung und Entwicklung nicht unbedingt. Doch dagegen tut der Staat etwas: über öffentliche Förderungen.

Forschung und Entwicklung stehen weit oben auf der Förderagenda von Bund und Ländern. Natürlich steckt dahinter auch strategisches Kalkül. Erneuerbare Energien, Ressourceneffizienz, Wasserstoff, Elektromobilität, um nur einige zu nennen, sind Themen, die nicht ganz uneigennützig bezuschusst werden. Sie gehen mit strategischen Zielen der Politik einher. Aber genauso gibt es auch technologieoffene Förderprogramme. Im Jahr 2021 hat sich die Bundesregierung laut Statistischem Bundesamt diese Forschungsförderungen 16,4 Milliarden Euro kosten lassen. Und trotzdem zögern viele Unternehmen in Deutschland noch davor, Zuschüsse zu beantragen. Die Abneigung vor der Bürokratie ist zum Teil höher als die Aussicht auf Subventionen.