Wenn die Spannung steigt!

So steigern Zerspanungspraktiker die Wirtschaftlichkeit

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Die passende Messtechnik vermeidet teuren Ausschuss

Wer im Rahmen der Metallbearbeitung wirtschaftlich arbeiten will, muss auch die Qualität im Blick haben, um Ausschuss zu vermeiden. Dabei helfen die IQ-Spannmittel mit integrierter Mess„intelligenz“, wie Hainbuch weiter ausführt. Sie können nämlich in einem System spannen und messen. Sie überprüfen dabei den Werkstückdurchmesser, die Werkstückanlage und die Spannkraft, heißt es weiter. Über berührungslose Daten- und Energieübertragung werden die Messdaten direkt an die Maschinensteuerung geleitet und ausgewertet. Die Steuerung kümmere sich dann auch um einen Sollwert-Abgleich. Komme es zu Abweichungen, gebe es eine Meldung, oder es würden sofort Korrekturmaßnahmen eingeleitet. So können vor- und nachgelagerte Messvorgänge reduziert werden. Das vermeidet auch Ausschuss und stellt ein konstantes Qualitätsniveau sicher. Die IQ-Spannmittel sind außerdem in der Lage, steigende Prozesskräfte und somit den Werkzeugverschleiß zu erkennen. Das verringere die Werkzeugkosten, die zum Beispiel durch Nachschleifen entstehen würden. Die IQ-Spannmittel können aber auch als nachgelagerte Messstation eingesetzt werden, wie Hainbuch betont. Möglich wird das durch eine automatisierte Vermessung auf der Messstation.

Automatisierung in diversen Ausbaustufen macht Zukunftssicher

Das Spannmittel bringt bekanntlich Werkstück und Bearbeitungsprozess zusammen. Prozesssicherheit gebe es aber nur, wenn die Spanntechnik spänesicher und kompatibel mit vorhandenen Kühlschmierstoff-Systemen sei. Denn ist der gewünschte Fertigungsprozess sozusagen aufgebaut, lässt sich laut Hainbuch eine Automatisierung in verschiedenen Ausbaustufen umsetzen. Davon favorisiert das Unternehmen drei Möglichkeiten:

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Zum Ersten ist für die Herstellung von Werkstücken mit unterschiedlichen Spanndurchmessern, Spannprofilen und Einfuttertiefen der automatisierte Spannelementwechsel – auch möglich mit Anschlagwechsel – eine sehr praktikable Möglichkeit.

Einen höheren Automatisierungsgrad ermöglichen zum Zweiten die Schnellwechselsysteme, wie das Centrotex AC, das für Außen- und Innenspannung gedacht ist. Damit ließe sich der Wechsel eines gesamten Spannmittels – also Spannfutter, Spanndorn, Backenfutter oder kundenspezifische Spannvorrichtungen – mannlos erreichen. Einen besonderen Fertigungsprozess entwickelte Hainbuch etwa mit der WTO Werkzeug-Einrichtungen GmbH. Für jeden neuen Auftrag werden dort die Maschinen komplett autonom per Roboter gerüstet – und das mit einer Genauigkeit von drei Mikrometern am Werkstück nach dem Wechselvorgang, wie Hainbuch betont.

Das volle Programm ist per Roboterzelle möglich

Zum Dritten gibt es noch autonome Roboterzellen mit allen dazugehörigen Komponenten und Peripheriegeräten. Diese automatisierte Fertigung plant und realisiert die Hainbuch-Tochterfirma Vischer & Bolli Automation. Ausgangspunkt dafür sei immer die absolut prozesssichere Werkstückspannung. Die Basis der Zelle bilden zum Beispiel Spannpaletten oder Nullpunkt-Spannsysteme nach einem Baukastensystem. Das sorgt für eine direkte Werkstückbeladung mit automatisiertem Vorrichtungswechsel. Die Anzahl der Vorrichtungen, Werkstücke und Werkzeughalter sei dabei frei wählbar. Die Roboterzellen sind außerdem für die Einzel- und Serienfertigung ausgelegt und können an jede Werkzeugmaschine angebunden werden, wie Hainbuch anmerkt.

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