Im Geschäftsjahr 2023 konnte Schaeffler seinen Umsatz um 5,8 Prozent steigern, die EBIT-Marge um 7,3 Prozent – vor allem getrieben von den Automotive-Sparten. Der Free Cash Flow mit 421 Mio. Euro übertrifft die Prognose. Für 2024 kündigt das Unternehmen Veränderungen an.
„Trotz eines herausfordernden Jahres können wir ein durchaus gutes Ergebnis vorstellen", so Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.
(Bild: Daniel Karmann)
Der Umsatz der Schaeffler Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 lag bei 16,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 15,8 Milliarden Euro), wie das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz am 5. März 2024 mitteilte. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum lag bei 5,8 Prozent und damit im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Die Schaeffler Gruppe erzielte 2023 ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (EBIT) in Höhe von 834 Mio. Euro (Vorjahr: 974 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 1.187 Mio. Euro (Vorjahr: 1.046 Mio. Euro). Mit einer EBITMarge vor Sondereffekten von 7,3 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent) konnte die Prognose für das Jahr 2023 erreicht werden. „Wir können also ein durchaus gutes Ergebnis vorstellen – trotz eines herausfordernden Jahres", so Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.
Anhebung der Ausschüttungsquote angekündigt
Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten der Schaeffler Gruppe betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 421 Mio. Euro (Vorjahr: 280 Mio. Euro) und übertraf damit die Prognose, die für 2023 bei 300 bis 400 Mio. Euro lag. Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbare Konzernergebnis lag bei 310 Mio. Euro – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 557 Mio. Euro. Dieser ist vor allem durch Sondereffekte in Höhe von 313 Mio. Euro entstanden, die im Wesentlichen auf die Transaktion mit der Vitesco Technologies Group AG zurückzuführen sind.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 2. Februar 2024 hatte Schaeffler bekannt gegeben, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Vorzugsaktie – wie im Vorjahr – vorzuschlagen. Gleichzeitig wurde eine Anhebung der Ausschüttungsquote von bisher 30 bis 50 Prozent auf zukünftig 40 bis 60 Prozent, bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten, angekündigt.
„Wir werden der Hauptversammlung eine attraktive Dividende in Höhe von 45 Cent vorschlagen, um unsere Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen“, sagt Rosenfeld.
Alle Schaeffler-Sparten sind 2023 gewachsen
Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 nach Sparten: Insgesamt erzielte die Schaeffler Gruppe erstmals über 16. Mrd. Euro Umsatz.
(Bild: Schaeffler)
Automotive Technologies: Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 9.772 Mio. Euro (Vorjahr: 9.498 Mio. Euro) resultierten vor allem aus einem marktgetriebenen Volumenanstieg. Im Unternehmensbereich E-Mobilität erreichte der Umsatz währungsbereinigt das Vorjahresniveau, während der Auftragseingang mit 5,1 Milliarden Euro erneut deutlich über der anvisierten Spanne von 2 bis 3 Milliarden Euro jährlich lag. Die stärkste Wachstumsrate erreichte mit währungsbereinigt 24,1 Prozent allerdings der Unternehmensbereich Fahrwerksysteme. Insgesamt lag der Anstieg des Umsatzes dieser Sparte aber unterhalb der Wachstumsrate der weltweiten Automobilproduktion.
Automotive Aftermarket: Diese Sparte verzeichnete 2023 einen Umsatz von 2.253 Mio. Euro (Vorjahr: 2.040 Mio. Euro). Der deutliche währungsbereinigte Anstieg der Umsatzerlöse um 11,8 Prozent war auf positive Volumen- und Verkaufspreiseffekte zurückzuführen. Wie Claus Bauer, Vorstand Finanzen und IT, erklärte, will man hier nun auch stärker in den Aftermarket für E- und Hybridautos investieren.
Industrial: Die Sparte Industrial steigerte im Geschäftsjahr 2023 ihre Umsätze währungsbereinigt um 3,9 Prozent auf 4.288 Mio. Euro (Vorjahr: 4.271 Mio. Euro). Das währungsbereinigte Wachstum der Umsatzerlöse resultierte aus dem positiven Beitrag der Anfang des Jahres erworbenen Ewellix Gruppe. Dieser zeigte sich im Sektorcluster Industrial Automation in Höhe von 219 Mio. Euro. Darüber hinaus konnte das ansonsten rückläufige Umsatzvolumen vor allem aufgrund des schwachen Marktumfeldes in der Region Greater China nicht vollständig durch positive Verkaufspreiseffekte kompensiert werden. Die Geschäftsentwicklung dieser Sparte verlaufe zyklisch in schwierigem Umfeld; darauf ist man laut Bauer eingestellt. Der Bereich Aerospace verzeichnet hingegen Auftragseingänge auf Rekordniveau. Immer wichtiger werde zudem die Aufbereitung von großen Wälzlagern, weshalb der Bereich Remanufacturing weiter ausgebaut werden soll.
Den höchsten Umsatz erzielt die Division Automotive Technologies sowie die Region Europa.
(Bild: Schaeffler)
„Schaeffler hat im Geschäftsjahr 2023 seine Ziele erreicht und mit einem Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von 421 Mio. Euro erneut seine finanzielle und operative Stärke unter Beweis gestellt. So gelingt es uns, in einem dynamischen Umfeld durch gezielte Investitionen in neue Technologien unsere Wettbewerbsposition an den richtigen Stellen weiter auszubauen“, so Bauer.
Prognose 2024 berücksichtigt geplanten Zusammenschluss mit Vitesco
Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Schaeffler Gruppe davon aus, dass die im Januar 2024 erworbenen 38,87 Prozent der Anteile an der Vitesco Technologies ab Erwerb bis einschließlich des dritten Quartals 2024 nach der Equity-Methode einbezogen werden. Weiterhin wird erwartet, dass die Eintragung der Verschmelzung mit Vitesco Technologies im vierten Quartal 2024 erfolgen und Vitesco Technologies mit der Eintragung im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss von Schaeffler einbezogen wird.
Auf Basis dessen erwartet die Schaeffler Gruppe im Geschäftsjahr 2024 ein deutliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Zugleich geht das Unternehmen davon aus, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 6 und 9 Prozent zu erzielen und erwartet einen Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten in Höhe von 300 bis 400 Mio. Euro.
Auf einen freiwilligen Ausblick auf die Entwicklung der Sparten wird auch angesichts der im Jahr 2024 geplanten strukturellen Anpassungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung von Vitesco Technologies auf Schaeffler verzichtet. 2024 werde ein „Übergangsjahr“, in dem sich Schaeffler zur Motion Technology Company entwickeln wird, so Rosenfeld.
Schaffung einer Motion Technology Company
Der Zusammenschlusses mit Vitesco war dafür der erste Schritt. Mit der Integration des Unternehmens wird das Geschäfts- und Technologieportfolio der Schaeffler Gruppe insbesondere im Bereich der Elektromobilität maßgeblich erweitert und ausgebaut. Bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 wird der Unternehmensbereich Lager von der bisherigen Sparte Automotive Technologies mit der Sparte Industrial zusammengelegt.
Stand: 08.12.2025
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Nach dem Zusammenschluss mit Vitesco Technologies wird die Schaeffler Gruppe vier fokussierte Sparten haben:
Die Regionalstruktur mit ihren vier Regionen bleibt bestehen.
Durch Zusammenlegung der Wälzlagersparten kann Schaeffler laut Rosenfeld nochmals stärker agieren und weitere Marktanteile gewinnen. Im Zuge dessen wird auch das Werk Herzogenaurach in die Unit Bearings & Industrial Solutions wandern.
Klaus Rosenfeld erklärt: „Der Zusammenschluss von Schaeffler und Vitesco Technologies bringt signifikante Vorteile für alle unsere Stakeholder. Wir sind davon überzeugt, dass die Schaeffler-Aktie im Zuge der Transformation weiter an Attraktivität gewinnt. Die positiven Signale des Kapitalmarktes für den geplanten Zusammenschluss bestätigen, dass wir mit unserem Vorhaben, eine führende Motion Technology Company zu schaffen, auf dem richtigen Weg sind.“