Low Code

Schaeffler pusht Digitalisierung mit Siemens-Tochter Mendix

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Schaeffler entledigt sich der doppelten Datenerfassung

Ebenfalls Ende 2021 wählte Schaeffler seine erste Anwendung aus. Das Leuchtturmprojekt, das zeigen sollte, was mit Mendix machbar ist. Dabei wurde nach einem klassischen Anwendungsfall gesucht, der in fast jedem Schaeffler-Werk zu finden ist – ein typischer Checklisten-Dokumentationsprozess für Kundenreklamationen. Der lief zuvor über Papier ab und wurde im Zuge dessen in eine workflowbasierte Mendix-Anwendung umgewandelt.

Das Ersetzen von Papier und von auf Excel basierten Prozessen in den Werkshallen von Schaeffler ist weltweit einer der Hauptanwendungsfälle von Mendix, wie man erfährt. Heute unterstütze eine der größten Mendix-Anwendungen bereits 1.000 Mitarbeiter bei der Überwachung der Maschinen- und Produktqualität – traditionell ein noch häufig manuell und uneinheitlich betriebener Prozess. Die webbasierte „Low Code“-Anwendung ist unter anderem auch auf Tablets nutzbar, so dass die Mitarbeiter einen Großteil dieser Arbeit in Echtzeit erledigen können, anstatt sie auf Papier zu erfassen und anschließend in ein System zu übertragen. Die zeitintensive doppelte Datenerfassung und -eingabe ist damit passé. Die Anwendung werde bald auf weitere 5.000 bis 7.000 User ausgeweitet.

Hackathons fördern die Kollaboration

Im Rahmen der neuen Community der Mendix-Entwickler gibt es wöchentliche Best-Practice-Meetings, um Ideen, Hindernisse und Möglichkeiten zu diskutieren, diese aus der Welt zu schaffen. Im Intranet seien auch dokumentierte Anwendungsfälle mit Videos und Informationen zu finden. Ergänzend werden regelmäßig Hackathons durchgeführt, die allen Interessierten innerhalb der Organisation offenstehen.

Schaeffler hat nach eigenen Angaben die besten Erfahrungen mit Hackathons gemacht, an welchen inzwischen über 100 Personen teilgenommen haben. Es sei überraschend, wie schnell sich nach den Hackathon-Events lokale, regionale und internationale „Low Code“-Communities gebildet hätten. Darüber hinaus wurde der abteilungsübergreifende Austausch als äußerst gewinnbringend von vielen Teilnehmenden herausgestellt, heißt es weiter. Die Hackathons, die nun vierteljährlich in Europa und Asien stattfinden, fördern bei den Teammitgliedern nicht zuletzt die Zusammenarbeit und Kreativität. Sie sollen dabei auch Personen, die noch nie programmiert haben, eine gute Gelegenheit geben, über den Tellerrand der eigenen Abteilung hinauszublicken.

Leichter Zugang zu Unternehmens-Software

Der Aufbau einer Community und das Aufzeigen des Mehrwerts seien entscheidend für die Vision der Schaeffler-Gruppe, die Softwarebereitstellung innerhalb einer standardisierten Plattform und eines standardisierten Ansatzes zu demokratisieren. Mendix wird dabei als Teil einer „Self Service“-Landschaft verstanden, so die Experten. Die Technologie soll deshalb künftig auch in anderen Regionen zum Einsatz kommen. Das soll hierarchisch beginnen, was unter Anwendung des Hub-and-Spoke-Modells geschehe, bei dem die Regionen ihre eigenen Fähigkeiten zur Bereitstellung von Mendix-Anwendungen aufbauen könnten. Durch den Einsatz von Low Code, heißt es abschließend, konnte Schaeffler viele Mitarbeiter dafür begeistern, an der Digitalisierung des Unternehmens proaktiv mitzuwirken.

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