Spannendes Überholmanöver Röhm gelingt Retrofit bei Riesenspannfutter

Quelle: Röhm 4 min Lesedauer

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Röhm, der Spann- und Greifmittelspezialist aus Sontheim an der Brenz in Baden-Württemberg beeindruckte jetzt bei einem ganz besonderen Wartungsprojekt ...

Das ist ein Teil eines riesigen Röhm-Spannfutters, das 17 Jahre Dauereinsatz bei einem Großlagerhersteller auf seinen zwölf Backen abgesessen hat. Können Sie sich vorstellen, dass man das so aufbereiten kann, dass es wie neu ist? Röhm-Spezialisten haben das geschafft ...(Bild:  Röhm)
Das ist ein Teil eines riesigen Röhm-Spannfutters, das 17 Jahre Dauereinsatz bei einem Großlagerhersteller auf seinen zwölf Backen abgesessen hat. Können Sie sich vorstellen, dass man das so aufbereiten kann, dass es wie neu ist? Röhm-Spezialisten haben das geschafft ...
(Bild: Röhm)

Bei diesem Projekt, betont Röhm, lief alles wie geschmiert. Gemeint ist die Wartung und Wiederaufbereitung eines riesigen Spannfutters mit einem Durchmesser von 5.500 Millimetern. Gleich mehrere Wochen waren die Röhm-Spezialisten in den Werken Sontheim und Dillingen und direkt beim Kunden – einem der international führenden Hersteller von Großwälzlagern – im Einsatz. Das zu wartende Röhm-Futter besteht aus über 300 Einzelteilen. Nach 17 Jahren ununterbrochenen Einsatzes sollte es in altem Glanz erscheinen – und natürlich top funktionieren. Mithilfe des Sonderspannmittels werden beim Anwender die Großwälzlager in unterschiedlichen Abmessungen bearbeitet. Diese kommen als Rollendreh- oder Kugeldrehverbindungen unter anderem in Bau- und Fahrzeugkränen, Hebezeugen, Minenbaggern, Tunnelbohrmaschinen oder in Anlagen im Bereich Umschlagtechnik zum Einsatz. Aber auch in Windkraftanlagen, Werkzeugmaschinen, Sonderfahrzeugen und in der Maritimtechnik sind die Großwälzlager wichtige Drehkomponenten, wie man weiter erfährt.

Ein Dutzend Spannbacken packt recht sanft zu

Auf dem im Jahr 2009 installierten Röhm-Spannfutter werden insbesondere Lagerringe mit einem Außendurchmesser von bis zu 6.000 Millimetern bearbeitet. Entscheidend für den Anwender ist, dass über zwölf Spannbacken mit einer maximalen Spannkraft von 750 Kilonewton selbst dünne Lagerringe und Zahnkränze absolut deformationsfrei gespannt werden können – und zwar zentrisch oder ausgleichend. Außerdem kann der Anwender aufgrund der Schnellverschlüsse an den Spannbacken schnell auf verschiedene Spanndurchmesser umrüsten. Die krafteinleitenden, für die Genauigkeit verantwortlichen, Komponenten wurden begutachtet und bei Bedarf, genauso wie alle Verschleißteile, ausgetauscht. Das Ziel war es, das Spannmittel für weitere 15 Jahre fit zu machen. Wie die Röhm-Spezialisten nicht ohne Stolz sagen, kann sich der Anwender nun wieder über ein Futter freuen, das nicht nur aussieht wie neu, sondern auch so funktioniert. Das so aufbereitete Spannfutter punkte außerdem mit einer wiederholbaren Spanngenauigkeit von 0,02 Millimetern.

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Eine gute Vorbereitung beginnt schon beim Konzept

Für die geplante Wartung musste der Anwender die Maschine natürlich aus der Produktion nehmen. Er hat das aber mit der klaren Erwartung an das Röhm-Team verbunden, die Unterbrechung so kurz wie möglich zu halten. Auch sollte der Wiederanlauf der Anlage zum vereinbarten Termin zuverlässig klappen. Außerdem sollte die Wartung zeitgleich zur Wartung der Werkzeugmaschine vollzogen werden. Vor diesem Hintergrund wurde die umfangreiche Vorbereitungsphase vor allem auch dazu genutzt, Potenziale zur Parallelisierung von Tätigkeiten und zur Vermeidung von Verzögerungen durch Unvorhergesehenes auszuschöpfen, so Röhm. Das geschah nach dem Motto „Eine gute Vorbereitung ist alles“, und in permanenter Abstimmung mit dem Kunden. Beispielsweise wurden vorab bekannte Ersatzteile – wo immer dies möglich war – in Baugruppen vormontiert, um den Aufwand für Anpassungsarbeiten vor Ort zu minimieren. Beim Anwender kam dem Service-Team die besondere Konstruktion des 60 Tonnen schweren Futters entgegen. Denn dieses wurde seinerzeit extra so konzipiert, dass der Kolben und der Spannzylinder entnommen werden können, ohne den riesigen Grundkörper ausbauen zu müssen. Das vereinfache den Wartungsprozess enorm. Denn für die Zerlegung und den Zusammenbau konnte man den vorhandenen Hallenkran nutzen. Der organisatorischen Aufwand für einen Autokran konnte vermieden werden. Die Zerlegung des Futters erfolgte dann von oben. Erst kamen die Spannzylinder an die Reihe, dann die Kolben, die Gelenksicherung und schließlich das Gelenk.

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