PE-Ersparnis Reifenhäuser stellt erste recycelbare 18-Mikrometer-MDO-PE-Folie vor

Quelle: Reifenhäuser 2 min Lesedauer

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Reifenhäuser Blown Film meldet, auf einer EVO-Blasfolienanlagen per EVO Ultra Stretch MDO-Technik, die weltweit erste nur 18 Mikrometer dicke MDO-PE-Folie produziert zu haben.

Reifenhäuser, LG Chem und Bobst haben es geschafft, eine nur 18 Mikrometer dünne Monomaterial-PE-Folie wirtschaftlich herzustellen, die voll recycelbar ist. Aber auch die Bedruckung, wie hier zu sehen, ist quasi in Highspeed hochwertig machbar. Hier mehr dazu ...(Bild:  Reifenhäuser)
Reifenhäuser, LG Chem und Bobst haben es geschafft, eine nur 18 Mikrometer dünne Monomaterial-PE-Folie wirtschaftlich herzustellen, die voll recycelbar ist. Aber auch die Bedruckung, wie hier zu sehen, ist quasi in Highspeed hochwertig machbar. Hier mehr dazu ...
(Bild: Reifenhäuser)

Die erste 18-Mikrometer-Folie aus Polyethylen (PE) ist laut Reifenhäuser eine voll recycelbare Monomaterialfolie, die man mit der oben erwähnten Technik nun auch wirtschaftlich fertigen kann. In puncto mechanische Eigenschaften, Optik und Weiterverarbeitungsverhalten ließe diese einmalig dünne PE-Folie nichts zu wünschen übrig. Auch sei sie sehr gut bedruckbar. Manche Marktbegleiter soll die Folie in Sachen Performance sogar übertreffen. Die neue 18-Mikrometer-PE-Folie ist mit dem Rohstoffhersteller LG Chem und dem Druckspezialisten Bobst entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit hin getestet worden, wie Reifenhäuser weiter ausführt. Das Wichtigste ist aber, dass diese dünne Folie den bisherigen Materialeinsatz um gut 25 Prozent reduziert. Damit könne man dem Wunsch nachkommen, voll recycelbare All-PE-Folie herzustellen, die nicht mehr Material benötige als übliche PET-PE-Laminatfolien. Reifenhäuser ist mit den 18 Mikrometern ein großer Schritt in diese Richtung gelungen. Nun peile man an, noch dünnere Folie (zwischen 16 und 17 Mikrometer) herzustellen.

Stretching für Ressourcenschonung

Laut Reifenhäuser hat das alles die Kombination aus der MDO-Technik Ultra Strech mit dem dafür geeigneten Kunststoff möglich gemacht. Die Ultra-Stretch-Einheit ist dabei auf patentierte Art und Weise direkt am Abzug der Produktionsanlage platziert, heißt es weiter. So kann die PE-Folie aus der sogenannten ersten Wärme heraus verstreckt werden, was den Streckprozess stabiler macht, so Reifenhäuser. Und trotz der einmalig geringen Folienstärke müsste man eben in Bezug auf optische und mechanische Eigenschaften keine Einbußen befürchten. Das Elastizitätsmodul (E-Modul) MD (längs) etwa zählt über 1.400 Megapascal und das E-Modul TD (quer) kommt auf 1.100 Megapascal, was dem Marktstandard üblicher PE-Folien entspricht. Was die Optik betrifft, so schneide die dünne Folie mit einem sogenannten Haze (Trübung) von unter 5 Prozent sogar besser ab als Standardfolien, die ein Haze zwischen 6 und 7 Prozent aufweisen.

So sieht die Folienherstellung mit der Reifenhäuser-MDO-Technik EVO Ultra Stretch prinzipiell aus. Das Besondere ist, dass das Verstreckungssystem direkt am Abzug der Extrusionsanlage platziert ist. Das hat die prozesssichere Herstellung der extra dünnen 18-Mikrometer-PE-Folie unterstützt.(Bild:  Reifenhäuser)
So sieht die Folienherstellung mit der Reifenhäuser-MDO-Technik EVO Ultra Stretch prinzipiell aus. Das Besondere ist, dass das Verstreckungssystem direkt am Abzug der Extrusionsanlage platziert ist. Das hat die prozesssichere Herstellung der extra dünnen 18-Mikrometer-PE-Folie unterstützt.
(Bild: Reifenhäuser)

Druckspezialisten sind beeindruckt

Der in die Entwicklung involvierte Partner Bobst hat festgestellt, dass die 18-Mikrometer-PE-Folie in Sachen Bedruckbarkeit sehr gut dasteht und die Erwartungen sogar übertrifft, wie betont wird. So konnte Bobst die extra dünne PE-Folie mit einer Geschwindigkeit bis 500 Meter pro Minute bedrucken, was mit einem hervorragenden Druckbild einherging. Gleichzeitig konnte Bobst die Leistungsstärke seiner Druckmaschine mit dem Bobst-One-ECG-Verfahren demonstrieren. Diese Folien können übrigens noch bis zum 7. Juni im Rahmen der Messe Drupa in Halle 10 begutachtet werden, wie die Protagonisten anmerken.

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