Leichtbau zur See Prozesssichere Metall-Composite-Verbindungen ohne Klebstoff möglich

Quelle: SKZ 2 min Lesedauer

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Im Projekt „HyFiVE“ haben auch Experten des Kunststoff-Zentrums SKZ in Halle daran geforscht, wie Faserverbund-Kunststoffe günstiger verarbeitet werden können.

Zur Herstellung haltbarer Composite-Metall-Verbindungen (Symbolbild) wurde bisher geklebt. Forscher des SKZ in Halle haben mit Partnern nun erfolgreich daran gearbeitet, solche Hybridbauteile ohne Klebeprozess praxistauglich herzustellen.(Bild:  Compo-Check)
Zur Herstellung haltbarer Composite-Metall-Verbindungen (Symbolbild) wurde bisher geklebt. Forscher des SKZ in Halle haben mit Partnern nun erfolgreich daran gearbeitet, solche Hybridbauteile ohne Klebeprozess praxistauglich herzustellen.
(Bild: Compo-Check)

Das Forschungsprojekt brachte nach Aussage der SKZ-Spezialisten richtungsweisende Erkenntnisse hinsichtlich der klebfreien Verbindung von Bauteilen aus Metall und Faserverbund-Kunststoffen (Composites), was vor allem dem Schiffbau Vorteile bringen soll. Denn nicht zuletzt gilt der erfolgreiche Leichtbau als Schlüsselfaktor für einen nachhaltigeren Transport von Gütern. Doch Schiffbauer wehrten sich bisher, weil ihnen die existierenden Fügetechniken für Faserverbundmaterialien und Stahl nicht genügten, heißt es.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Forschungsprojekt „Hybride Fügetechnologie für Verbindungen im maritimen Einsatz“ („HyFiVE“) konnten nun fünf Industrieunternehmen und drei wissenschaftliche Einrichtungen Alternativen entwickeln und für den maritimen Einsatz von Faserverbund-Metall-Bauteilen evaluieren. Das Projekt, das vom 1. Mai 2020 bis 31. Dezember 2023 lief, leistete nach Aussage der Beteiligten einen herausragenden Beitrag für den industriellen Materialeinsatz im Schiffbau.

Klebfreie Hybridbauteile beweisen ihre Einsatztauglichkeit

Unter der Führung des Unternehmens Saertex gelang es den Projektpartnern – darunter das SKZ, die Ar Engineers GmbH, die Fritz Moll Textilwerke GmbH & Co. KG, das Faserinstitut Bremen e.V., die Hyconnect GmbH, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH und die Eikboom GmbH – neue Einblicke hinsichtlich Hybridbauteile aus Metall- und Faserverbund-Kunststoff zu gewinnen. Jetzt liegen demnach umfangreiche Kenntnisse über die Vorgänge an der Oberfläche und hinsichtlich der Haftungsverbesserung zwischen den unterschiedlichen Fügepartnern vor. Den Forschern gelang es außerdem, metallische Verbinder direkt über verschiedene Faserverbundfertigungs-Verfahren in Bauteile zu integrieren. Auch konnte die Einsatzfähigkeit über zerstörungsfreie Prüfungen bestätigt werden. Auch die Anwendbarkeit bereits etablierter Brandschutzsysteme auf die leichten Faserverbundteile konnte nachgewiesen werden, wie die SKZ-Forscher anmerken. Durch die Beteiligung vieler Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind die Entwicklungsergebnisse bereits auf Praxistauglichkeit geprüft und auf Skalierbarkeit getestet.

SKZ-Wissenscluster für Composites und Klebprozesse

Die Projektbeteiligung von Verbund- und Verbindungsexperten des SKZ leistete dazu einen wertvollen Beitrag. Denn das SKZ hat mit seinem Standort in Halle an der Saale einen Wissenscluster rund um Faserverbundkunststoffe etabliert. Durch die ebenfalls umfangreiche Expertise in den Themenbereichen Kleben und Prüftechnik habe eine Beteiligung auf der Hand gelegen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sind, wie es weiter heißt, sehr vielversprechend und man freut sich sehr, dazu einen Beitrag leisten konnte.

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