Systems Engineering
Profinet-Integration in industrielle Kleinserien

Ein Gastbeitrag von Wilhelm Adacker & Jörg Klenke 6 min Lesedauer

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Die Integration einer Profinet-Schnittstelle in ein bestehendes System ist oft komplex – besonders wenn Zeit, Entwicklungsressourcen und Stückzahlen begrenzt sind. Genau diese Herausforderung galt es bei der Netzteilerweiterung einer industriellen Ultraschalllösung zu meistern.

Ein bestehendes Ultraschall-Schweißsystem sollte eine Profinet-Schnittstelle erhalten – schnell und ohne neue Hardware.(Bild:  Burger Engineering)
Ein bestehendes Ultraschall-Schweißsystem sollte eine Profinet-Schnittstelle erhalten – schnell und ohne neue Hardware.
(Bild: Burger Engineering)

Ein Hersteller von Ultraschall-Schweißsystemen stand vor einer konkreten Aufgabe: Die Steuerung einer neuen Geräteversion sollte Profinet-fähig gemacht werden. Beim Vorgängermodell erfolgte die Ansteuerung zur Einstellung von Frequenzen, Amplituden und anderen Parametern über eine serielle Schnittstelle auf Basis eines STM32-Controllers. Für die neue Produktgeneration wünschte der Endkunde hingegen eine echtzeitfähige Kommunikation über Profinet. Der Anspruch war klar: Die neue Schnittstelle sollte sich nahtlos in die bestehende Systemarchitektur integrieren, möglichst ohne aufwendige Hardware-Neuentwicklung oder lange Zertifizierungsprozesse.

Das Projekt wurde im Auftrag des Endkunden vom Systementwickler Brückmann Elektronik und den Systems-Engineering-Spezialisten von Burger Engineering betreut. Entscheidend war die Wahl des passenden Kommunikationsmoduls. Schließlich fiel die Wahl auf das Netrapid 90 von Hilscher, einem Anbieter für Lösungen im Bereich der industriellen Kommunikation. Netrapid 90 ist ein komplett getestetes, lötbares Kommunikationsmodul mit integriertem Net-X-90-Chip, das schon mit dem vorgeladenen Profinet-Kommunikationsstack ausgeliefert wird und sich daher ohne komplexe Hardware-Entwicklung direkt in bestehende Designs einfügen lässt.