Weitersparen! Für Porsche wird 2027 noch härter

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach dem Gewinneinbruch will Porsche wieder auf besseren Kurs kommen. Doch bis die neue Strategie der Schwaben greife, brauche es Zeit ...

Schon jetzt ist das Leben für Porsche kein Zuckerschlecken. Nun hört man vom Porsche-Management auch noch, dass das nächste Jahr noch schlimmer werden wird. Lesen Sie hier, warum das so sein soll ...(Bild:  Porsche)
Schon jetzt ist das Leben für Porsche kein Zuckerschlecken. Nun hört man vom Porsche-Management auch noch, dass das nächste Jahr noch schlimmer werden wird. Lesen Sie hier, warum das so sein soll ...
(Bild: Porsche)

Porsche sieht sich auch im kommenden Jahr unter Druck, heißt es vom Sportwagenbauer. Denn 2027 werde unter anderem wegen Modellanläufen noch einmal härter für das Unternehmen als das laufende Jahr. Das befürchtet jedenfalls der Porsche-Finanzchef Jochen Breckner. Absatz und Profitabilität würden dann voraussichtlich unter den Werten für 2026 liegen. Im laufenden Jahr rechnet Porsche aktuell mit 35 bis 36 Milliarden Euro Umsatz. Davon sollen 5,5 bis 7,5 Prozent als operativer Gewinn in die Kasse fließen. Diese Zahlen wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Porsche-Standort Weissach genannt. Der seit Jahresbeginn amtierende Porsche-Chef Michael Leiters hatte dort zur Wochenmitte seine Strategie vorgestellt, wie er das kriselnde Unternehmen wieder in die Erfolgsspur bringen will. Das sei nötig, weil man sich vor allem im einst gewinnträchtigen Markt China auf dauerhaft weniger Geschäft einstellt. Breckner rechnete wiederum damit, dass sich die ersten positiven Effekte der Strategie erst ab 2028 bemerkbar machen werden. Breckner sollen in den kommenden Jahren insbesondere auch bei den Investitionsausgaben und den Forschungs- und Entwicklungskosten die Zügel angezogen werden. In diesem Jahr dürften die Investitionen ihren Höhepunkt erreichen und dann folglich wieder fallen. Aktuell steckt Porsche viel Geld in Antriebstechnik und Modelle.

Das will Porsche in puncto Sparen machen ...

Wachstum soll vor allem aus steigenden Verkaufspreisen und einem höheren Beitrag teurerer Autos kommen – also nicht unbedingt aus höheren Verkaufszahlen. Schub geben sollen auch neue Modelle. Porsche will seine Entwicklungskosten für künftige Modellreihen den Angaben nach um bis zu 20 Prozent senken. Die Personalkosten in der Fertigung sollen mittelfristig um maximal 30 Prozent runter. In Sachen Verkaufs- und Vertriebskosten sollen es rund 20 Prozent weniger werden. Bei den Materialeinzelkosten peilt Porsche eine Senkung von rund zehn Prozent an. Wesentliche Pfeiler der Strategie sind demnach die Fokussierung auf das Kerngeschäft und eine Verschlankung der Organisation. So werden Managementpositionen mittelfristig um 40 Prozent verringert, wie Porsche mitteilte. Letztlich strebe Porsche eine deutlich niedrigere Gewinnschwelle an, die bereits bei unter 200.000 Einheiten erreicht werden soll. Die Anzahl von Modellvarianten soll ebenfalls geringer werden. Mittelfristig peilt die VW-Tochter in den Jahren 2030/31 einen Erlös von 41 bis 45 Milliarden Euro an - bei einer operativen Umsatzrendite zwischen zehn und 15 Prozent. Zuletzt waren es 7,8 Prozent.

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