Stahlherstellung
Optimal gerührt: Wie ein Rührer die Stahlproduktion beeinflusst

Von ABB 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der elektromagnetische Rührer (EMS) hat die Metallverarbeitung qualitativ vorangebracht und ist heute in Stranggießanlagen unverzichtbar. Erfunden 1937 für ABB, hat sich das Produkt stetig weiterentwickelt. Heute kann es eine wichtige Rolle bei der Produktion von grünem Stahl spielen.

Mit dem EMS wurde 1937 eine Möglichkeit geschaffen, flüssiges Metall kontaktlos zu rühren.(Bild:  ABB)
Mit dem EMS wurde 1937 eine Möglichkeit geschaffen, flüssiges Metall kontaktlos zu rühren.
(Bild: ABB)

Es war 1937 ,als Ludwig Dreyfus, ein Mitarbeiter von ASEA, den elektromagnetischen Rührer (EMS – Electromagnetic Stirrer) erfand. Er hat erkannt, dass das Faradaysche Induktionsgesetz (dass ein Strom durch ein sich änderndes Magnetfeld induziert werden kann) auf flüssiges Metall ausgedehnt werden kann. Neben oder unter dem Ofen positioniert, erzeugt sein EMS ein wanderndes Magnetfeld, das eine effektive Rührwirkung erzielt. So erreicht man gleichmäßigere Temperaturen im geschmolzenen Metall und beschleunigt die Schlacke-Metall-Reaktionen.

Dreyfus' Erfindung wurde 1937 in Schweden patentiert. Damit wurde eine Möglichkeit geschaffen, das Schmelzgut kontaktlos zu rühren und dabei sowohl die Richtung als auch die Amplitude der Rührkraft sehr exakt zu dosieren.