Alarmrufe aus Österreich

Österreichische Autozulieferer kämpfen ums Dasein

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Unter dem Motto „Nur elektrisch“ fährt man sicher an die Wand ...

Die Festschreibung der Elektromobilität als einzige Möglichkeit der Grenzwerterfüllung ist nach Meinung von Roth überholt, weil der Einfluss der CO2- Emissionen bei der Herstellung der Batterien und der Stromimporte für den Klimaschutz genauso wichtig ist wie die Emission aus dem Auspuff. Für „electric only“ fehlen der EU außerdem die Rohstoffe zur Batterieerzeugung, wettbewerbsfähige Energiepreise und ausreichende Mengen sauberen Stroms. Und für fehlende Ladestationen ist die Politik verantwortlich, aber nicht die Autohersteller, wie Roth klarstellt. Was der Gesetzgeber erreichen wollte, war, dass die Autoindustrie Modelle für E-Autos anbietet. Das ist bereits geschehen, aber die Nachfrage in der Bevölkerung bleibt nun aus, weil die Ladeinfrastruktur zu weitmaschig ist und Anreize gecancelt wurden. Das ist aber nicht den Herstellern von Autos anzukreiden. Denn auch dafür sei ebenso die Politik selbst verantwortlich.

E-Fuels könnten fossile Energieträger problemlos ersetzen

Das Argument, der Gesetzgeber dürfe nicht während des Spiels die Spielregeln ändern, geht außerdem ins Leere, weil von Anfang an klar war, dass die Grenzwerte noch einmal einer Revision unterzogen werden müssen und das undifferenzierte Verbrennerverbot nicht halten kann. „Hier gibt es kein Zick-Zack! Es wird bloß ein fehlender – seit langem zugesagter – Baustein eingefügt“, argumentiert Roth. Österreich könne folglich nicht darauf bauen, dass andere dafür sorgten, dass dem Land nichts passiert. Dem Klimaschutz ist es außerdem egal, wo und wie CO2 eingespart wird. Hauptsache ist, DASS eingespart wird. Dem wird der Vorschlag, synthetische Fuels als Treibstoffalternativen anzuerkennen, voll und ganz gerecht. Klimaneutrale Treibstoffe könnten weltweit dafür sorgen, dass Milliarden Tonnen Kohlendioxid nicht zusätzlich in die Umwelt gelangen. Und wenn die Produktion einmal in großem Stil anlaufe, könnten fossile Energieträger rasch und ohne Umstellungsaufwand -ersetzt werden.

Dass die Einführung der E-Autos als Weg der CO2-Reduktion ausreicht, glaubt niemand mehr. Denn neun von zehn Autos fahren auch 2025 und 2026 mit Verbrennermotor. Diese Relation wird sich laut Roth auch bis 2040 nicht umkehren.

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