Mehr Batteriekapazität Neuer Mercedes-„eCampus“ soll Kosten für Batterien deutlich verringern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Autobauer Mercedes-Benz bündelt die Forschung und Entwicklung von E-Auto-Batterien in Stuttgart-Untertürkheim im Rahmen des jetzt eröffneten „eCampus“, wie die dpa erfahren hat.

Mercedes-Benz hat am Montag den sogenannten „eCampus“ in Untertürkheim feierlich eröffnet. Mit dem, was man dort machen kann, soll der Preis für E-Auto-Batterien in Zukunft um rund 30 Prozent gedrückt werden können.(Bild:  Mercedes-Benz)
Mercedes-Benz hat am Montag den sogenannten „eCampus“ in Untertürkheim feierlich eröffnet. Mit dem, was man dort machen kann, soll der Preis für E-Auto-Batterien in Zukunft um rund 30 Prozent gedrückt werden können.
(Bild: Mercedes-Benz)

Es ist der Anspruch von Mercedes-Benz, auch beim elektrischen Fahren eine technologisch führende Rolle zu übernehmen, kommentierte der Vorstandschef Ola Källenius bei der Eröffnung des sogenannten „eCampus“, der sich auf dem Gelände des Werks in Stuttgart-Untertürkheim befindet. Die Arbeit, die hier geleistet werde, soll dazu beitragen, die Batteriekosten in den nächsten Jahren um über 30 Prozent zu senken. In dem über 30.000 Quadratmeter messenden Kompetenzzentrum sollen demnach Zellen und Batterien für künftige Elektroautos von Mercedes entwickelt werden. Dort können den Angaben nach unterschiedliche Arten von Batteriezellen hergestellt und auch getestet werden. Eine neue Fabrik kann mehrere 10.000 Zellen im Jahr fertigen, wie betont wurde. Investiert wurde laut Källenius ein nicht näher bezifferter, 3-stelliger Millionenbetrag.

Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim winkt eine große Zukunft

Darüber hinaus gehört zum neuen Campus ein Test- und Erprobungszentrum, das bis Ende des Jahres fertig sein soll. Dort sollen dann sowohl die Sicherheit als auch die Lebensdauer von Batterien untersucht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse, die beispielsweise über die industrielle Fertigung von Batterien Aufschluss geben, fließen demzufolge auch in die Serienproduktion bei Partnerunternehmen ein. Der Campus ist Mercedes-Chef Källenius zufolge auch ein Bekenntnis zum Stammsitz. Man will damit nicht nur unterstreichen, dass das Werk in Untertürkheim eine große Tradition hat, sondern auch eine große Zukunft. Aktuell arbeiten dort rund 23.000 Menschen, davon etwa 14.000 in der Produktion. Sie entwickeln und fertigen unter anderem Antriebskomponenten wie Motoren, Batterien und Achsen. Noch in diesem Jahr will Mercedes dort auch mit der Produktion eigener E-Motoren beginnen. Außerdem ist Untertürkheim der Sitz der Konzernzentrale.

Wermutstropfen durch schleppenden E-Auto-Hochlauf

Angesichts des schleppenden Hochlaufs bei Elektroautos hatte sich Mercedes zuletzt strategisch flexibler aufgestellt, wie es weiter heißt. Den Plan einer ausschließlich vollelektrischen Generation von Baureihen ab 2028 verwarf der Autobauer dabei. Bis in die 2030er-Jahre hinein sollen sowohl E-Antriebe als auch Verbrenner produziert werden. Die Geschwindigkeit der Transformation bestimmten schließlich die Wünsche der Kunden und die Marktbedingungen. Strategisch sei aber klar, dass das Ziel die Null-Emission sein müsse. Mercedes rechnet damit, in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts beim weltweiten Absatz bis zu 50 Prozent mit vollelektrischen Autos sowie Plug-in-Hybriden zu erreichen. Auch in diesem Fahrzeugsektor war der Konzern schon optimistischer. Bis zum Jahr 2039 strebt der Autobauer eine bilanziell CO2-neutrale Neuwagenflotte an.

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