Geschmiert auf Draht

Neue Schmiermittel erweitern Grenzen der Kaltumformung von Metallen

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Optimiertes Drahtziehen ist auf Anhieb industriereif

Das Projekt sei also ein absoluter Erfolg, freuen sich etwa die Beteiligten der Chemischen Fabrik Wocklum Gebr. Hertin GmbH & Co. KG, von wo aus das Projekt auf Industrieseite koordiniert wurde. Durch die gute Kooperation und die gezielte Auswahl der Teammitglieder sind HPPL schon industriereif. Die ersten Drähte, die mit dem neuen Schmiermittel gezogen wurden, wurden bereits verkauft und sind erfolgreich im Einsatz. Neben dem Fraunhofer IAP und der Chemischen Fabrik Wocklum waren noch die F. Brüninghaus & Söhne GmbH & Co., die Fröndenberger Drahtwerk GmbH sowie die Staku Anlagenbau GmbH in das Projekt involviert, wie man erfährt. Durch die neuen Schmiermittel würden die Ziehsteine nur noch minimal beansprucht und hielten so länger durch. Das schont Ressourcen und die Umwelt, wie die Spezialisten von F. Brüninghaus anmerken. Staku kommentiert, das die HPPL-Schmiermittel vielversprechende Möglichkeiten bieten, um etwa den Weg zu einer Minimalschmierung einzuschlagen. Erste Sprühversuche lieferten bereits herausragende Ergebnisse, heißt es dazu.

Erweiterte Möglichkeiten für die Metallumformung und -bearbeitung

In Deutschland sind etwas über 40 Drahtziehereien für Eisen und Stahl aktiv, sowie zusätzlich etwa 120 Verarbeiter, die teilweise die Ziehprozesse intern durchführen und direkt von den HPPL-Polymerschmiermitteln profitieren können. Die Projektmitglieder gehen deshalb davon aus, dass über 10 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden können, wenn HPPL zum Einsatz kommen. Die Polymere könnten dabei auch individuell an die spezifische Anwendung angepasst werden – beispielsweise für Legierungen oder Drähte mit speziellen Beschichtungen. Das Potenzial der Polymerschmiermittel reiche aber noch deutlich über das Drahtziehen hinaus. Denn auch andere Bereiche der Metallumformung und -bearbeitung könnten von der Entwicklung profitieren. Man denke etwa an den Rohrzug oder die Kaltmassivumformung. Denn auch bei diesen Prozessen spielen Schmiermittel eine entscheidende Rolle. Chemie Wocklum kann deshalb bereits Mustermengen des Schmiermittels im 3-stelligen Kilogrammmaßstab produzieren und Interessenten für industrielle Tests zur Verfügung stellen.

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