Gewaltheide Nach Tesla-Brand! Demos, Anzeigen und früherer Produktionsanlauf

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Umweltaktivisten und Gegendemonstranten schrecken vor Körperverletzung nicht zurück – so geschehen bei Tesla, meldet die dpa.

(Bild:  dpa)
(Bild: dpa)

Die Polizei hat bei einer Demonstration gegen die Erweiterungspläne des Autobauers Tesla in Grünheide am Sonntag fünf Strafanzeigen aufgenommen. Genauer gesagt, hat das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“ am Sonntag eine Protestdemonstration organisiert, an der sich über 1.000 Teilnehmer beteiligt haben sollen. Wegen Vermummung von Teilnehmern bei der Demonstration „Tesla nein Danke“ aber ging die Sicherheitsbehörde gegen drei Personen vor, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Eine Person, die pro Tesla eingestellt ist, soll dabei den verbotenen Hitlergruß gegenüber einer Gruppe von Protestierenden gezeigt haben. Außerdem ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Denn eine Person, die zu einer der protestierenden Umweltinitiativen gehört, soll nach ersten Erkenntnissen einen Mann und seine Partnerin mit einem Knüppel verletzt habe. Die Versammlungen in Grünheide seien insgesamt aber weitgehend friedlich geblieben und es blieb vor allem bei gegenseitigen Beschimpfungen.

Trotz Brandanschlag läuft die Tesla-Produktion heute an

Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung beim Autobauer Tesla in Grünheide soll die Produktion aber laut Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) früher anlaufen als zuletzt angekündigt. Es sehe heute so aus, dass es nicht bis Ende der Woche dauern werde, sondern dass schon früher die Stromversorgung wieder hergestellt sei. Der RBB berichtete am Montag unter Berufung auf den Stromnetzbetreiber Edis, dass die Produktion bereits heute Abend wieder anlaufen könnte. Steinbach lobte die beteiligten Unternehmen, die "im Drei-Schicht-Betrieb geackert" hätten. Zugleich kritisierte er Demonstrationen gegen eine geplante Erweiterung des E-Auto-Werks, die es auch am Wochenende wieder gegeben hatte: „Mich besorgt das insofern, weil hier auch ganz klar zu beobachten war, dass es einen Demonstrationstourismus gegeben hat.“ Das erlebe man auch im Rahmen des Camps, in dem Menschen aus Niedersachsen, aus Lützerath, aus Hambacher Forst dabei sind. Steinbach: „Im Augenblick wird dieses Ganze von extern gekapert.“

Das sollte nicht im Sinne der der wohnenden Menschen sein. Der SPD-Politiker sprach sich deshalb dafür aus, eine Duldung des Camps über die Mitte des März hinaus nicht zu akzeptieren.

Falsche Anschuldigungen gegen Tesla-Erweiterung

Auch werde weiterhin mit falschen Argumenten gegen Tesla Stimmung gemacht. Denn diejenigen, die dort im Augenblick dagegen protestieren, die sollen dann ihren Mitmenschen ganz im Gegenzug dazu deutlich sagen, dass sie dann auch einen erhöhten Lkw-Verkehr weiterhin haben wollen. Der E-Autobauer will nämlich neben dem 300 Hektar großen bestehenden Werksgelände einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten, um den Lieferverkehr von der Straße zu bekommen. Dafür sollen aber über 100 Hektar Wald gerodet werden. Das klingt schlimm, doch ist der deutsche Wald in den letzten Jahrzehnten nachweislich deutlich gewachsen und nicht geschrumpft, wie viele glauben.

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