Druck im All Münchener Forscher entwickeln 3D-Druck im Weltraum

Quelle: HS München 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Hochschule München (HM) und das Newspace-Unternehmen Dcubed, haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, als erste den 3D-Druck direkt im Weltraum zur Marktreife zu entwickeln.

Hier entsteht aus Photopolymer per 3D-Druck ein Bauteil für den Einsatz im Weltraum. An der Hochschule München wird man nun dafür gefördert, diese Art der additiven Fertigung so zu weiterzuentwickeln, dass sie im All produzieren kann. Das spart nicht nur Geld ...(Bild:  E. Krasnov / HM)
Hier entsteht aus Photopolymer per 3D-Druck ein Bauteil für den Einsatz im Weltraum. An der Hochschule München wird man nun dafür gefördert, diese Art der additiven Fertigung so zu weiterzuentwickeln, dass sie im All produzieren kann. Das spart nicht nur Geld ...
(Bild: E. Krasnov / HM)

Im Rahmen des auf zwei Jahre angesetzten Projekts Mass-PEX, das im Januar 2024 gestartet ist, werden die Partner die praktische Erforschung und Weiterentwicklung von Möglichkeiten zur Produktion im All – sogenanntes In-Space Manufacturing (ISM) – vorantreiben wie zu erfahren ist. Geplant ist die Entwicklung und Erprobung eines Gesamtsystems zur Fertigung von Strukturen per 3D-Druck im Weltraum, was mithilfe von Photopolymeren geschehen soll. Erstmalig sollen diese Strukturen auch noch durch Fasern verstärkt werden, was die Festigkeit und Steifigkeit erheblich erhöht. So hergestellter Space-Produkte könnten unter anderem für große Antennen oder als Haltestrukturen für Satellitensolarpaneelen verwendet werden. Bisher werden solche Systeme noch auf der Erde hergestellt und per Rakete ins All transportiert – eine sehr fehleranfällige und vor allem teure Vorgehensweise.

Die Konstruktion von Raumfahrtsystemen revolutionieren

Langfristig sollen die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt neue Potenziale mit Blick auf den Weltraums für Wirtschaft und Forschung erschließen. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf fast eine Million Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bayerischen Raumfahrtforschungsprogramms, mit dem die Staatsregierung die Entwicklung von Raumfahrttechnologien zur Bewältigung künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen unterstützt, wie es weiter heißt. Die Innovationen der Projektpartner werden, wie prognostiziert wird, die Art und Weise verändern, wie wir über die Konstruktion und den Einsatz von Satelliten denken und letztendlich neue Wege zur Gestaltung von Raumfahrtsystemen ermöglichen.

Per 3D-Druck entstandene Druckdüse für den Einsatz im Weltraum, bestehend aus faserverstärktem Photopolymer, nebst Strukturteil.(Bild:  A. Ratzing / HM)
Per 3D-Druck entstandene Druckdüse für den Einsatz im Weltraum, bestehend aus faserverstärktem Photopolymer, nebst Strukturteil.
(Bild: A. Ratzing / HM)

Erster Praxistest wird von Schweden aus per Rakete starten

Parallel zur Zusage der staatlichen Förderung konnte sich das studentische Forschungsteam der HM mit ihrer Arbeit wieder für einen Raketenstart beim schwedisch-deutschen Weltraumprogramm qualifizieren. Das Forschungsprojekt Persis (Photopolymeric Extrusion of Reinforced Structures in Space) hat die Jury offensichtlich überzeugt. Dadurch haben sie die Möglichkeit mit einem 3D-Drucker in einer Forschungsrakete Experimente zum Druck von Strukturen im offenen Weltraum durchzuführen. Der Raketenstart erfolge im Esrange Space Center, nördlich des Polarkreises in Schweden.

(ID:49909538)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung