WM für Robot-Kicker Morgen startet die Roboter-Fußball-WM in Eindhoven

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Während viele Fußballer nach der EM nun pausieren, bereitet sich die Roboterfußball-Mannschaft der HTWK Leipzig auf die morgige WM vor.

Letztes Jahr ging es in Bordeaux bei der Roboter-Fußball-WM so zu. Morgen startet die Meisterschaft in Eindhoven. Mit dabei ist auch wieder das Team der HTWK aus Leipzig, die diesmal gute Chancen auf den Sieg sehen. Doch die Gegner in Sachen Robot-Kickerei sind gut.(Bild:  Robifussi)
Letztes Jahr ging es in Bordeaux bei der Roboter-Fußball-WM so zu. Morgen startet die Meisterschaft in Eindhoven. Mit dabei ist auch wieder das Team der HTWK aus Leipzig, die diesmal gute Chancen auf den Sieg sehen. Doch die Gegner in Sachen Robot-Kickerei sind gut.
(Bild: Robifussi)

Neues Spiel, neues Glück, heißt es so schön. Und nur wenige Tage nach dem Ende der Europameisterschaft in Deutschland richten sich viele Augen nun auf eine andere Art von Fußball. Gemeint ist die Weltmeisterschaft im Roboterfußball im niederländischen Eindhoven. Und nach dem bitteren Aus der deutschen Nationalmannschaft im EM-Viertelfinale gegen Spanien stehen die Chancen auf einen deutschen WM-Titel bei den Robotern wenigstens ziemlich gut, so Max Polter, Teammitglied der Roboter-Fußballmannschaft der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK). Es gebe also Grund zur Hoffnung, auch wenn die letzte Robot-Fußball-WM in Bordeaux für Deutschland mit einer herben 9:0-Niederlage endete.

Die Leipziger Robot-Kicker wollen es den Bremern jetzt zeigen

Letztes Jahr verloren die Leipziger dabei gegen den Finalgegner B-Human, das Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI). Doch das letzte Aufeinandertreffen bei der deutschen Meisterschaft im Frühjahr, das mit einer 4:1-Niederlage endete, gab dem Leipziger Team Mut. Geschenkt werde man den Sieg aber nicht bekommen. Doch sei er zumindest greifbarer geworden. Demnach war das letzte Spiel deutlich ausgeglichener, obwohl einige Torchancen unglücklich vertan wurden, wie man zugeben muss. Auch seien die neuen HTWK-Roboter deutlich robuster. Die Leipziger wurden zuletzt 2018 in Montreal Weltmeister. Seitdem habe Bremen jedes Jahr den Titel geholt.

Beim Roboterfußball entscheidet der pfiffigere Code

Die HTWK spielt dabei in einer Liga, in der ausschließlich die Software beziehungsweise der Code entscheidend für den Erfolg ist, wie man weiter erfährt. Alle spielen deshalb mit baugleichen Robotern. In anderen Ligen bauen sich die Teams ihre eigenen Roboter, wobei hier weniger die Software im Vordergrund steht. Außer den Leipzigern und Bremern sind auch das Hamburger und das Dortmunder Team unter den Favoriten für den Sieg, wie es weiter heißt. Auch das Team Runswift aus Australien gilt als ernster Gegner.

Neue Challenge soll bei der Roboter-Mensch-Kollaboration Neues bringen

Doch außer dem Hauptwettkampf soll es dieses Jahr auch die sogenannte „Shared Autonomie Challenge“ geben (gemeinsame Autonomieherausforderung), bei der jeweils zwei Roboter gegeneinander antreten. Allerdings sei nur ein Team vollständig autonom, weshalb es also nicht von einem Menschen gesteuert werde. Diese Roboter werden vorab programmiert und spielen mit einem vollautomatischen Code. Auf der gegnerischen Seite wird einer der Roboter von einem Menschen ferngesteuert. Die Herausforderung ist dann, dass der Mensch am Steuer das Spielfeld nicht sieht. Er könne deshalb nur die Sensordaten des Roboters auf seinen Laptop streamen und müsse dabei anhand dieser Informationen dem Roboter Befehle erteilen. Diese Challenge soll laut Polter vor allem bei der Kooperation zwischen Mensch und Maschine helfen.

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