Linker Vulkanismus? Möglicher Brandanschlag legt Tesla-Fabrik in Grünheide lahm

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Polizei geht nach einem Stromausfall mit Folgen für die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin dem Verdacht der Brandstiftung nach, wie die dpa erfahren hat.

Heute in der Früh brannte ein Strommast in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide. Das sorgt beim Elektroautohersteller für einen in der Länge noch nicht absehbaren Produktionsstillstand. Die Polizei – hier bei der Untersuchung des Brandobjekts – geht von einem Brandanschlag aus.(Bild:  dpa / S. Gollnow)
Heute in der Früh brannte ein Strommast in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide. Das sorgt beim Elektroautohersteller für einen in der Länge noch nicht absehbaren Produktionsstillstand. Die Polizei – hier bei der Untersuchung des Brandobjekts – geht von einem Brandanschlag aus.
(Bild: dpa / S. Gollnow)

Das es sich bei den Problemen im Tesla-Werk in Grünheide um einen Anschlag handeln kann, räumte jetzt ein Polizeisprecher ein. Zuvor berichtete der RBB über das Feuer. Die Produktion in der einzigen europäischen Tesla-Autofabrik steht nach dem Stromausfall seit heute Morgen deshalb still. Die Fabrik in Grünheide bei Berlin sei evakuiert worden. Ein brennender Strommast sorgte in der Region im Osten Brandenburgs bereits zuvor für den Stromausfall. Die Polizei geht zunächst einem sogenannten Anfangsverdacht nach, nachdem es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt, so der Polizeisprecher. Das Landeskriminalamt nahm laut Polizei die Ermittlungen auf. Die Untersuchungen würden in alle Richtungen geführt. Der betreffende Strommast steht frei auf einem Feld und ist nicht umzäunt, was es den möglichen Tätern leicht gemacht haben kann. Tesla sprach davon, dass von einem Brandanschlag ausgegangen wird und verwies dabei auf Informationen der zuständigen Behörden. Tesla stellt in Grünheide seit knapp zwei Jahren Elektroautos her. Dort arbeiten nach jüngsten Angaben des Unternehmens rund 12.500 Beschäftigte. Umweltschützer kritisieren aber unter anderem, dass das Gelände in einem Wasserschutzgebiet liegt. Bei einer Bürgerbefragung in Grünheide hatte sich eine Mehrheit gegen Erweiterungspläne ausgesprochen. Tesla will außerdem die Produktion ausbauen. Das kann jetzt die ersten negativen Folgen nach sich gezogen haben ...

Bekennerschreiben der linksextremen Vulkangruppe liegt vor

Die Feuerwehr war demnach heute Morgen gegen 5:15 Uhr zu dem Brand im Bereich Goßen-Neu Zittau gerufen worden, um mit dem Löschen zu beginnen. Durch das Feuer ist der Strom nach Angaben eines Sprechers im ganzen Umkreis ausgefallen. Doch soll die Stromversorgung nun wieder gewährleistet sein. Die Reparatur des zerstörten Mastes soll erst beginnen, wenn die Behörden den Tatort freigegeben haben, wie der Stromversorger Edis anmerkt. Die Polizei prüft parallel ein Bekennerschreiben der als linksextremistisch eingestuften Vulkangruppe zu einem Anschlag auf die Stromversorgung in der Nähe der Tesla-Fabrik. Das Bekennerschreiben liegt der Polizei vor. Die Echtheit werde aber noch geprüft. Die Gruppe wirft Tesla demnach extreme Ausbeutungsbedingungen vor und fordert die komplette Zerstörung der Gigafactory.

Rund 100 Umweltaktivisten halten nahen Wald besetzt

Wie es bei Tesla weiter hieß, wurden alle Maßnahmen zur Sicherung der Produktionsanlagen getroffen. Nach Rücksprache mit dem Stromanbieter Edis geht das Unternehmen von Elon Musk nicht von einem schnellen Wiederanlaufen der Produktion aus. Der Stromanbieter war zunächst nicht zu erreichen. Zu einem möglichen Zusammenhang mit Protesten rund um das Tesla-Werksgelände äußerten sich Behörden auf Anfrage zunächst nicht. Rund 80 bis 100 Umweltaktivisten halten aber seit Donnerstag einen Teil des Landeswaldes in Brandenburg nahe dem Tesla-Werk besetzt, den das Unternehmen von Elon Musk im Falle einer Erweiterung seines Geländes roden will. Die Aktivisten haben um die zehn Baumhäuser in mehreren Metern Höhe errichtet und kündigten an, möglichst lange ausharren zu wollen. Auch die Bürgerinitiative Grünheide spricht sich gegen die Erweiterungspläne von Tesla aus und zeigt sich mit den Besetzern solidarisch, wie man erfährt.

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