Hauptproblem entlarvt Mittelstand leidet vor allem am Fachkräftemangel

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Keine Fachkräfte zu erhalten belastet den deutschen Mittelstand einer Umfrage zufolge stärker als Bürokratie und gestiegene Energiekosten ...

Was den deutschen Mittelstand betrifft, so ist für diesen das gravierendste Problem, Fachkräfte zu bekommen, wie eine Umfrage zeigt. Helfen sollen Technik und Digitalisierung nebst Ausbildung. Doch dabei hapert es noch ...(Bild:  Monkey Business - stock.adobe.com)
Was den deutschen Mittelstand betrifft, so ist für diesen das gravierendste Problem, Fachkräfte zu bekommen, wie eine Umfrage zeigt. Helfen sollen Technik und Digitalisierung nebst Ausbildung. Doch dabei hapert es noch ...
(Bild: Monkey Business - stock.adobe.com)

Dass der Fachkräftemangel für deutsche KMU eine echte Plage ist, zeigt eine Umfrage der Heidelberger Druckmaschinen AG, an der rund 700 Führungskräfte aus dem Mittelstand teilnahmen. Demnach gab fast jeder an, von Personalmangel betroffen zu sein (90 Prozent). Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) antwortete, stark bis sehr stark unter Arbeits- und Fachkräftemangel zu leiden. Gefragt nach den derzeit drängenden Problemen nannten kristalliesierten sich Arbeits- und Fachkräftemangel (50 Prozent) an erster Stelle heraus – noch vor den vergleichsweise hohen Energie- und Rohstoffpreisen (37 Prozent) sowie vor der als viel zu aufwändig bezeichneten Bürokratie (31 Prozent).

Moderne Technik soll die Personallücken füllen

Laut der repräsentativen Umfrage, die das F.A.Z.-Institut im Februar durchgeführt hat, sehen viele Mittelständler den stärkeren Einsatz von Technik als ein geeignetes Mittel, um Personalmangel auszugleichen. So setzen etwa drei Viertel der Befragten (74 Prozent) auf die Digitalisierung eigener Arbeitsprozesse. Rund zwei Drittel (67 Prozent) halten den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) für effektiv, um Personalengpässe zu bekämpfen. Speziell die Mittelständler aus der Industrie sehen Chancen durch Automatisierung ihrer Produktion. Wiederum 67 Prozent der Befragten glauben, dass Automatisierung das geeignete Mittel gegen den Arbeits- und Fachkräftemangel darstellt.

Digitalisierung in Deutschland höchstens mittelmäßig

Gut 90 Prozent der befragten stimmen außerdem der Aussage zu, dass die deutsche Wirtschaft ohne Digitalisierung und Automatisierung nicht wettbewerbsfähig ist. Den Stand der Digitalisierung in der Wirtschaft aber finden rund 70 Prozent höchstens mittelmäßig. Nachholbedarf werde besonders im eigenen Haus gesehen. Das eigene Unternehmen stuft nur gut die Hälfte der Mittelständler bei der Digitalisierung als fortschrittlich ein. Aber nicht nur in der Druckindustrie hätten viele kleine und mittlere Unternehmen Nachholbedarf bei der Digitalisierung, stellt Ludwin Monz, Vorstandschef der Heidelberger Druckmaschinen AG, fest. Was seiner Meinung nach nötig ist, ist eine Strategie für den Einsatz moderner Technik und eine Bildungsoffensive, um ihre Beschäftigten fit für die Arbeitswelt von morgen zu machen. Hier seien auch Schulen und Schulungsbetriebe gefordert.

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