Studie Innovationsfähigkeit entscheidet über Produktivität

Quelle: Pressemitteilung Bain & Company 2 min Lesedauer

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Innovationen können positive Effekte auf die verschiedensten Unternehmensbereiche haben. Welches Potenzial für Maschinenbauer in zielgerichteten und strategischen Innovationen steckt, haben Bain and Company untersucht.

Maschinenbauer setzen vermehrt auf Innovationen, digitale Tools und Industrie 4.0-Technologien wie KI, Robotik und additive Fertigung.(Bild:  ipopba - stock.adobe.com)
Maschinenbauer setzen vermehrt auf Innovationen, digitale Tools und Industrie 4.0-Technologien wie KI, Robotik und additive Fertigung.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)

Maschinen- und Anlagenbauer setzen vermehrt auf digitalen Tools, Industrie 4.0-Technologien und Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Dies erfolge jedoch häufig ohne zielgerichtete Strategie. Das geht aus einem Report der internationalen Unternehmensberatung Bain and Company hervor.

Lieferkettenprobleme, steigende Kundenerwartungen, verschärfter Wettbewerb, sich rasant wandelnde Märkte: Maschinenbauunternehmen stehen vor diversen Herausforderungen. Um dem entgegenzuwirken setzen immer mehr Unternehmen auf neue digitale Tools und Industrie 4.0-Technologien wie KI, Robotik und additive Fertigung. „Viele Unternehmen prüfen zwar, welche digitalen Tools sowie Industrie 4.0-Technologien sie nutzen und wie sie am besten von Nachhaltigkeitsmaßnahmen profitieren können – aber sie tun dies meist in organisatorisch voneinander getrennten Silo-Strukturen ohne Gesamtstrategie", erläutert Michael Staebe, Co-Autor der Studie und Leiter der Praxisgruppe Industriegüter und -dienstleistungen in der Dach-Region.

Um Produktivitätsgewinne erzielen zu können sind laut Bain and Company drei entscheidende Herausforderungen wichtig:

  • Integration der neuesten Industrie-4.0-Technologien in bestehende Produktionsabläufe
  • Integration operativer Technologien und Informationstechnologie aus betrieblicher und systemtechnischer Sicht
  • Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft müssen mit den allgemeinen Unternehmenszielen in Einklang stehen sowie die Produktionsabläufe daraufhin optimiert werden.

Im Rahmen der Befragung von Bain and Company gaben mehr als zwei Drittel der befragten Führungskräfte an, dass es für sie oberste Priorität habe, neue Technologien wie KI im Bereich Forschung und Entwicklung einzuführen. Am effektivsten kommt laut Report KI zum Einsatz, um Montagefehler zu reduzieren und um Qualitätskontrollen zu verbessern. Zudem unterstütze KI die Unternehmen dabei, die Produktivität zu steigern sowie das Lagermanagment zu straffen.

Aber auch, um den Fertigungssektor neu auszurichten, scheinen sich die Einsatzmöglichkeiten von KI zu entwickeln, beispielsweise um die Produktivität zu erhöhen und Abläufe zu optimieren. Denn generative KI kann beispielsweise aus unstrukturierten Daten in kurzer Zeit Erkenntnisse generieren, die Produktivität, Kundenservice und finanzielle Performance steigern können.

Fokus verschiebt sich von Produkten zu digitalen Lösungen

„Die Märkte der Zukunft definieren sich über die zielgerichtete Bedienung erfolgversprechender Kundensegmente und nicht mehr allein über Produkte“, fasst Staebe zusammen. Es gehe um ganzheitliche Lösungspakete aus Maschine, digitalen Angeboten und damit verbundenen Dienstleistungen. Dies könne einen schwer aufholbaren Wettbewerbsvorteil für Maschinenbauer ermöglichen.“

Kreislaufwirtschaft und IoT

In einer branchenübergreifenden Befragung von Bain and Company wurden weltweit rund 400 Unternehmen zum Thema Kreislaufwirtschaft befragt. 47 Prozent der befragten Maschinenbauer gaben an, bereits Verpflichtungen diesbezüglich eingegangen zu sein. Die jeweiligen Initiativen beziehen sich jedoch bisher größtenteils auf Recycling und Abfallreduzierung.

Zirkuläre Lieferketten hingegen könnten Effizienz- und Nachhaltigkeitsgewinne ermöglichen, da sie den Materialverbrauch reduzieren können und so auch die Abhängigkeit von knappen Rohstoffen.

Laut Studie von Bain and Company seien zudem Unternehmen resilienter, die Kreislaufwirtschaft in ihre Betriebsabläufe integriert haben. Etwa zwei Drittel der Unternehmen mit zirkulären Lieferketten hätten während der Corona-Pandemie nicht unter Einschränkungen gelitten. Bei denjenigen mit herkömmlichem Supply-Chain-Ansatz seien es lediglich zwei Prozent gewesen.

Zielgerichtete, strategische Innovationen könnten laut Report zur Produktivitätssteigerung beitragen. Bei gleichzeitigem Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte ließen sich dann sowohl Effizienz- als auch Nachhaltigkeitsgewinne erzielen.

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