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Automatisierung leicht gemacht

Von MM Österreich 6 min Lesedauer

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Lohnfertiger, die ihre Fertigung digitalisieren und automatisieren, können ihre Kapazitäten ohne zusätzlichen Personalaufwand steigern und in die Kleinserienproduktion einsteigen. Borries Schüler, Vorstand Produktmanagement und Engineering bei der Hoffmann SE, und Thomas Eder, Director Automation bei der Hoffmann SE, erklären im Interview, wie die Transformation selbst mit kleinem Budget und geringem Aufwand gelingt.

Robotersysteme wie GARANT BasicPlus können an Fräs- und Drehmaschinen eingesetzt werden.(Bild:  Hoffmann Group)
Robotersysteme wie GARANT BasicPlus können an Fräs- und Drehmaschinen eingesetzt werden.
(Bild: Hoffmann Group)

Herr Schüler, Sie sind ein Werkzeughändler, bieten nun aber auch automatisierte Beladesysteme für Werkzeugmaschinen an. Was steckt dahinter?

Borries Schüler: Wir sind seit über hundert Jahren erfolgreich, weil wir uns am Markt orientieren. Viele unserer Kunden sind kleine und mittlere Zerspanungsunternehmen und Lohnfertiger. Vor allem die Kleineren leiden bereits heute extrem unter dem demographischen Wandel, weil sie im Kampf um Fachkräfte schwer mithalten können. Es bleibt ihnen also gar nichts anderes übrig, als einfache Arbeiten zu automatisieren und ihre Mitarbeiter für höherwertige Aufgaben einzusetzen. Weil der Erfolg unserer Kunden auch der unsrige ist, haben wir ein vitales Interesse daran, dass ihnen die Transformation zur digitalisierten und automatisierten Fertigung gelingt. Deshalb entwickeln wir insbesondere für diese Unternehmen einfache und kostengünstige Lösungen. Unsere automatisierten Beladesysteme können beispielsweise auch Werkzeugmaschinen ohne Automatisierungsschnittstelle beladen. Das ist ein enormer Vorteil, denn klassische Lösungen sind teuer und selten mit Bestandsmaschinen kompatibel.