Es geht! Krauss-Maffei-Spritzgießmaschine hilft beim Recycling von Holz

Quelle: Krauss-Maffei 2 min Lesedauer

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Dass man sogenanntes Re-Wood per Standardschnecke spritzgießen kann, beweist der Lehrmittelhersteller Wissner mit einer Maschinen von Krauss-Maffei ...

Was sich hinter diesen Maschinenumhausungen abspielt, hat fast nichts mit Kunststoff-Spritzgießen zu tun. Denn hier verarbeiten Kraus-Maffei-Spritzgießmaschinen der CX-Serie sogenanntes Re-Wood, dass der Lehrmittelhersteller Wissner entwickelt hat.(Bild:  Krauss-Maffei)
Was sich hinter diesen Maschinenumhausungen abspielt, hat fast nichts mit Kunststoff-Spritzgießen zu tun. Denn hier verarbeiten Kraus-Maffei-Spritzgießmaschinen der CX-Serie sogenanntes Re-Wood, dass der Lehrmittelhersteller Wissner entwickelt hat.
(Bild: Krauss-Maffei)

In der Schule an der Tafel – das große Ein-Meter-Lineal in der Hand, ist vielen vielleicht noch in Erinnerung. Dann hatte man sicher Kontakt mit den Produkten der Wissner GmbH. Das Unternehmen ist aber auch ein Vorreiter und hat mit Re-Wood sein eigenes Recyclingmaterial geschaffen. Verarbeitet wird es auf Spritzgießmaschinen der CX-Baureihe von Krauss-Maffei, was sogar mit einer Standardplastifizierschnecke gelingt. Sie Spritzgießmaschinen arbeiten in einem Schließkraftbereich zwischen 500 und 1.300 Kilonewton. Das recycelte Holzmehl ist dabei mit einem Binder vermischt. Der Vorteil dieser Idee ist nicht zuletzt, dass man keine zusätzlichen Bäume fällen muss, um die Lehrmittel fertigen zu können, wie Wissner betont. Als das Unternehmen vor rund zehn Jahren anfing, Re-Wood zu entwickeln, legte man Wert auf regionale Rohstoffe, umweltschonende Herstellung, Schadstofffreiheit und Langlebigkeit. Stabil und speichelecht sollte es zusätzlich sein – schließlich sind die Produkte auch für kleine Kinder gedacht. Holz und Kunststoff zu kombinieren, war angesichts der Firmengeschichte ein fast logischer Schritt.

Nur beim Nachdruck sollte man aufpassen!

Anders als Echtholz überstehen Bausteine aus Re-Wood Reinigungsgänge in der Spülmaschine, sie sind sehr fest, nahezu unendlich haltbar und – falls doch einmal abgenutzt – immer wieder recycelbar. Wissner nimmt dafür sogar nicht mehr benötigte Re-Wood-Produkte wieder zurück. Beschichten lassen sich Bauklötze & Co. beispielsweise per Trommellackierung, aber auch die Bedruckung ist möglich. Außerdem verarbeitet Wissner Re-Plastic, das zu 100 Prozent aus aufbereiteten Post-Consumer-Abfällen besteht. Durch seinen 80-prozentigen Holzanteil verfüge Re-Wood allerdings über andere physikalische Eigenschaften als reine Kunststoffe. Die Verarbeitung gelingt dennoch per Standardplastifizierung – ganz ohne Anpassungen bei der Schneckengeometrie oder Rückstromsperre. Für die Spritzparameter ist vor allem eines zu beachten! Nämlich dass Re-Wood nicht schwindet – beim Nachdruck sollte man also vorsichtig sein, wie Krauss-Maffei anmerkt.

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Wissner verdient vor allem durch Export

Zusätzlich zu eigenen Produkten wie dem Zahlenspiel „Hexagon“, bietet Wissner seine Kompetenzen auch großen Playern der Spieleindustrie an. Die Branche ist derzeit insgesamt bestrebt, Produktionsprozesse aus Südostasien wieder nach Europa zurück zu verlagern. So gibt es die bekannten Halma-Männchen jetzt aus Re-Wood in den besonderen Farben lila und naturfarben. Insgesamt 80 Prozent des Wissner-Umsatzes kommen aber aus dem Ausland. Die Preisgestaltung muss also auch für weniger wohlhabende Regionen attraktiv sein. Die effiziente Verarbeitung des Zukunftsmaterials Re-Wood auf den CX-Maschinen bildet dafür die Voraussetzung.

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