Overspray away

IPA-Forscher optimieren die elektrostatische Spritzlackierung

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Widersprüchliches Ergebnis mit neuer Simulation erklärbar

Am Computermodell, das, wie betotn wird, erstmals alle Phänomene des elektro-hydrodynamischen Lackierprozesses berücksichtigt, haben die Experten dann zweieinhalb Jahre gearbeitet. Berücksichtigt wurden unter anderem die Viskosität und Leitfähigkeit der Lacke, die Form und Rotationsgeschwindigkeit der Glocke sowie die Höhe der angelegten Spannung. Die Simulation der zuvor durchgeführten Experimente zeigte, dass sich die Ladungen, die von der Glocke abgegeben werden, auf der Grenzfläche zwischen Lack und Luft befinden. Bei einer Erhöhung der Lackmenge wird der Lackfilm auf der Glocke zwar dicker, die Oberfläche bleibt aber gleich – deshalb verändert sich auch die Menge der Ladungen nicht.

Die Simulationen könnten Lackherstellern zukünftig dabei helfen, die optimale Menge von Additiven für elektrostatische Lackierprozesse zu ermitteln. Die digitalen Modelle unterstützen aber auch Anlagenbauer bei der Erprobung neuer Glockendesigns oder Abläufe. Lackierbetriebe können mithilfe der Simulationen virtuell die Prozessparameter für unterschiedliche Bauteile optimieren. Damit wären bisherige zeit- und materialaufwendige Probelackierungen auf ein Minimum reduzierbar.

Einige Randinformationen zum Projekt „MoELa“

Das Fraunhofer IPA bearbeitete vom 1. Juni 2021 bis 30. November 2023 gemeinsam mit der Hochschule Esslingen das Forschungsprojekt „Modellierung der Tropfenaufladung bei der elektrostatisch unterstützten Lackierung zur Minimierung von Lackverlusten und Anlagenausfällen durch Verschmutzung – MoELa“. Das Projekt begleiteten 24 Unternehmen aus dem Bereich Lackherstellung, Anlagenentwicklung und Lackanwendung. Es wurde vom Bundministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Kennzeichen 21873 N) gefördert.

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