Wendewunder Additiv gefertigtes System stellt 120.000 Dosen pro Stunde auf den Kopf

Quelle: Igus 2 min Lesedauer

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Wie Igus sagt, erhöht ein 3D-gedruckter Produktwender für Verpackungs- und Abfüllanlagen die Effizienz um bis zu 20 Prozent, wobei der Umsatz pro Stunde um bis zu 30.000 Euro pro Linie steigt ...

Was man hier sieht, bringt der Verpackungsindustrie sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile. Es handelt sich um einen sehr robusten Produktwender aus Hochleistungs-Kunststoff, den Igus additiv fertigen kann. Er stelle herkömmliche Systeme gleich mehrfach in den Schatten ...(Bild:  Igus)
Was man hier sieht, bringt der Verpackungsindustrie sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile. Es handelt sich um einen sehr robusten Produktwender aus Hochleistungs-Kunststoff, den Igus additiv fertigen kann. Er stelle herkömmliche Systeme gleich mehrfach in den Schatten ...
(Bild: Igus)

Getränke- und Lebensmittelhersteller müssen ihre Anlagen regelmäßig auf verschiedene Produkte einstellen. Jeder Umbau kann dabei für Wender, die mit gebogenen Metallstangen arbeiten, eine Belastungsprobe sein, wie Igus sagt. Verbögen sich die Stangen nur leicht, könnten sich Dosen verklemmen und für einen Anlagenausfall sorgen. Bei schnellen Anlagen bedeutet dann schon eine halbe Stunde Ausfall einen Produktivitätsverlust von rund 60.000 Dosen. Die Reparatur erfordere nicht zuletzt oft auch noch spezialisiertes Know-how. Igus hatten steckte sich deshalb das Ziel, einen Wender zu entwickeln, der robust ist und sich schnell im FDM-Verfahren additiv fertigen lässt. Der Wender besteht nun aus einem speziellen Hochleistungs-Kunststoff, der extrem verschleißfest ist. Deshalb gibt Igus auch eine Lebensdauergarantie von sechs Monaten. Bei vielen handelsüblichen Wendern müssten die Kunststoffprofile alle drei Monate ausgetauscht werden!

Man spart Rüstzeiten und auch immens Gewicht

Der 3D-gedruckte Igus-Produktwender sorge auch noch für kürzere Rüstzeiten. Hier ein Vergleich: CNC-gefräste Wender aus Kunststoff-Halbzeug sind oft über 30 Kilogramm schwer und werden meist mit einem Kran und mehreren Instandhaltern umgebaut, was die Maschinenverfügbarkeit aber unnötig verringert. Die kleinsten Versionen des neuen Wenders aus dem 3D-Drucker wiegen aber weniger als zwei Kilogramm, wie Igus betont. Sie lassen sich deshalb mit einem Haltegriff mit einer Hand transportieren und für die Montage mit Schrauben bequem auf dem Förderband platzieren. Die verdrehte Führungskontur stellt dann maximal 120.000 Dosen pro Stunde im Dauerbetrieb auf den Kopf. In der Zeit eines Wimpernschlags sozusagen, passieren dann rund zehn Dosen den Wender. Erhältlich sei das System ab sofort für alle gängigen Formate von Getränkedosen als Standard, sowie für Konservendosen, Kaffeedosen, PET-Flaschen, Glasbehälter und Chips-Dosen.

3D-gedruckte Igus-Wender sind immer günstiger

Schon im Einkauf können Betriebe der Lebensmittel- und Getränkeindustrie Kosten sparen, wie Igus weiter ausführt. Denn einer der bisherigen Anwender hatte für einen Wender mit gebogenen Metallstangen über 4.000 Euro gezahlt. Hinzu kamen alle drei Monate weitere 1.400 Euro für den Austausch der Profile. Doch die Standardausführungen der neuen 3D-gedruckten Produktwender sind bereits ab 800 Euro erhältlich. Selbst bei komplexen Sonderfertigungen könne Igus einen deutlich attraktiveren Preis anbieten. Für solche Projekte bieten die Kölner auch eine Analyse bestehender Anlagen mit dem 3D-Scanner an, um individuelle Produktwender passgenau auszulegen. So werde es beispielsweise möglich, eine Rotation mit Höhen- oder Seitenversatz zu erreichen.

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