Strategie Metall-Betriebsräte: Unternehmen investieren zu wenig im Inland

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bei einer Umfrage der IG Metall haben Betriebsräte die mangelnde Investitionsbereitschaft ihrer Betriebe kritisiert, wie die dpa sagt.

Wie jetzt anhand von Umfrageergebnissen bei über 2.500 Betriebsräten aus dem Umfeld der IG Metall bekannt wurde, investieren die meisten der betreffenden Unternehmen zu wenig in Deutschland. Angesichts angeblicher Rekordgewinne, fordert die IG-Metall-Chefin Änderungen.(Bild:  N. Ervösel)
Wie jetzt anhand von Umfrageergebnissen bei über 2.500 Betriebsräten aus dem Umfeld der IG Metall bekannt wurde, investieren die meisten der betreffenden Unternehmen zu wenig in Deutschland. Angesichts angeblicher Rekordgewinne, fordert die IG-Metall-Chefin Änderungen.
(Bild: N. Ervösel)

Nach Einschätzung der Arbeitnehmer stecke rund die Hälfte der Unternehmen zu wenig Geld in die heimischen Standorte, wie die Gewerkschaft IG Metall jetzt berichtete. Jedes fünfte Unternehmen investiere demnach sogar deutlich zu wenig. An der Umfrage haben sich den Angaben zufolge die Betriebsräte aus knapp 2.600 Unternehmen aus dem Organisationsbereich der IG Metall beteiligt. Sie würden rund 1,48 Millionen Beschäftigte vertreten.

Wie soll das mit immer höheren Belastungen gehen?

Gleichzeitig steige das Risiko von Produktionsverlagerungen. Hier berichteten 31 Prozent der Betriebsräte von einem hohen oder eher hohen Risiko. Das waren vier Prozentpunkte mehr als bei der vorhergegangenen Befragung aus dem Herbst 2023. Im Fahrzeugbau fürchteten sogar 59 Prozent Verlagerungen. Von sämtlichen Betrieben hatte nach Einschätzung der Betriebsräte nur knapp jedes zweite (48 Prozent) eine hinreichende Strategie, um die anstehenden Veränderungen anzugehen. IG-Metall-Chefin Christiane Benner verlangt deshalb Investitionen im Inland: „Einige Unternehmen stehen sehr robust da, teilweise mit Rekorddividenden. Investieren im Inland muss das Gebot der Stunde lauten.“ Die Beschäftigten brauchen ihrer Meindung nach Sicherheit und Perspektiven. (Schön und gut, doch leider brauchen das Gleiche auch die meisten Betriebe! Und das sind von den 2.600 vor allem die, die nicht mit Rekorden gesegnet sind, aber von politischen Entscheidungen geplagt werden, obwohl sie das Rückgrat der deutschen Industrie bilden.)

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