Strafe für alle Hohe US-Zölle auf Stahl und Aluminium drohen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Donald Trump will Stahl- und Aluminiumimporte in die USA mit Zöllen von 25 Prozent belegen.

Letzte Woche was es knapp abgeschmettert worden, dass die USA Zölle auf Importe von Kanada und Mexiko erheben. Doch wie es aussieht, ist der Zank noch lange nicht vorbei. Denn schon droht neuer Ärger aus dem Weißen Haus, der auch die EU treffen kann.(Bild:  W. Chester)
Letzte Woche was es knapp abgeschmettert worden, dass die USA Zölle auf Importe von Kanada und Mexiko erheben. Doch wie es aussieht, ist der Zank noch lange nicht vorbei. Denn schon droht neuer Ärger aus dem Weißen Haus, der auch die EU treffen kann.
(Bild: W. Chester)

Details über von Donald Trump angekündigte Zölle auf Stahl und Aluminium sollen Anfang dieser Woche verkündet werden. Das sagte der US-Präsident zumindest während eines Fluges mit der Präsidentenmaschine Air Force One Journalisten. Neue Zölle auf Einfuhren aus Europa wären insbesondere für die exportstarke deutsche Wirtschaft, die bereits zwei Jahre in Folge geschrumpft ist, ein Tiefschlag. Die Zölle werden laut Trump alle Länder betreffen, also auch die Nachbarn Kanada und Mexiko. Die USA würden diese Importzölle auf Produkte erheben, wenn ein anderes Land Zölle auf US-Waren verhängen sollte. Trumps Motto: „Ganz einfach! Wenn sie uns etwas berechnen, berechnen wir ihnen etwas.“ Auf die Frage eines Reporters, wann die gegenseitigen Zölle in Kraft treten werden, antwortete Trump mit den Worten: „Nahezu sofort!“ Bei den Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte blieb der Zeitpunkt zunächst offen. Die USA bezogen ihren Stahl nach Angaben des Branchenverbands American Iron and Steel Institute (AISI) für das Jahr 2024 übrigens vor allem aus Kanada, Brasilien und Mexiko. Auch Deutschland und China rangierten demnach in der Top 10 der Herkunftsländer von Stahlimporten.

Ökonomen befürchten einen Handelskrieg

Anfang vergangener Woche konnte ein nordamerikanischer Handelskrieg mit ungewissen Folgen für die Weltwirtschaft vorerst abgewendet werden. Trump ließ sich nur wenige Stunden vor dem Inkrafttreten angedrohter Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus Mexiko und Kanada auf Zugeständnisse der Nachbarn – vor allem bei der Grenzsicherung – ein. Dafür schob er die Handelsbeschränkungen für mindestens 30 Tage auf. In Bezug auf den wirtschaftlich mächtigen Rivalen China ließ der US-Präsident aber nicht mit sich reden, denn Strafzölle von zehn Prozent auf alle chinesischen Waren traten am Dienstag in Kraft. In seiner zweiten Amtszeit will er die USA als Produktionsstandort stärken und das Handelsdefizit mit Europa abbauen. Ökonomen fürchten einen Handelskrieg zwischen den USA und der EU. Die EU zeigte sich aber zuletzt bei einem Gipfel in Brüssel entschlossen gegenüber Trump. Jetzt komme es darauf an, wie Trump entscheide.

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