Anziehend Heraeus betreibt größte Magnetrecyclinganlage Europas

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Der hessische Konzern Heraeus hat in Bitterfeld eine neue Anlage in Betrieb genommen, die wertvolle Rohstoffe aus Altmagneten zurückholt.

Was tun, um von China weniger abhängig zu sein, wenn es um kritische Rohstoffe wie seltene Erden geht? Heraeus beantwortet die wichtige Frage jetzt mit einer großen Magnetrecyclinganlage in Bitterfeld ...(Bild:  J. Knebel)
Was tun, um von China weniger abhängig zu sein, wenn es um kritische Rohstoffe wie seltene Erden geht? Heraeus beantwortet die wichtige Frage jetzt mit einer großen Magnetrecyclinganlage in Bitterfeld ...
(Bild: J. Knebel)

Die neue Heraeus-Anlage zur Rückgewinnung wichtiger Rohstoffe aus Altmagneten recycelt beispielsweise ausgediente Systeme aus Elektroantrieben und Windkraftturbinen. Das Heraeus-Werk zur Aufbereitung von sogenannten seltenen Erden habe eine Verarbeitungskapazität von 600 Tonnen pro Jahr, die mittelfristig auf bis zu 1.200 Tonnen gesteigert werden könne. Laut Konzernangaben ist es die größte derartige Anlage in Europa, wie die dpa erfahren hat. Die im Werk ablaufenden Prozesse ermöglichen laut Betreiber eine ressourcenschonende Aufbereitung von Altmagneten. Gleichzeitig werde der CO2-Verbrauch um 80 Prozent im Vergleich zur Primärproduktion gedrosselt, doch erziele man dabei die gleiche Qualität der Magnete.

Weniger abhängig von China-Rohstoffen

Perspektivisch können mit dem Recycling von Altmagneten über 30 Prozent des europäischen Bedarfs für neue Magnete gedeckt werden, wie die Heraeus-Spezialisten ausgerechnet haben. Die Magnete sind Heraeus zufolge auch wichtig für leistungsfähige und energiesparende Motoren. Die Nachfrage werde sich aufgrund der Elektrifizierung bis 2030 voraussichtlich verdoppeln und bis 2040 sogar mindestens verdreifachen. Die EU hatte im vergangenen November angekündigt, mit einem neuen Regelwerk eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen zu wollen. Die Verordnung soll insbesondere Veredelung, Verarbeitung und Recycling von kritischen Rohstoffen in Europa fördern, um die Abhängigkeit von Ländern wie China zu reduzieren. Seltene Erden wurden laut EU bis zuletzt zu 100 Prozent in China raffiniert.

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