Auftragsmangel Heidelberger Druckmaschinen in Kurzarbeit

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Heidelberger Druck hat im dritten Geschäftsquartal eine abflauende Nachfrage zu spüren bekommen. Das Unternehmen hat deshalb auf Kurzarbeit geschaltet.

Heidelberger Druckmaschinen ist in Schieflage, denn es fehlen Aufträge, meldet die dpa. Das Unternehmen kompensiert das mit Kurzarbeit. Man hofft, dass sich die Lage aber in relativ kurzer Zeit wieder erholt.(Bild:  dpa)
Heidelberger Druckmaschinen ist in Schieflage, denn es fehlen Aufträge, meldet die dpa. Das Unternehmen kompensiert das mit Kurzarbeit. Man hofft, dass sich die Lage aber in relativ kurzer Zeit wieder erholt.
(Bild: dpa)

Die schwächere Marktentwicklung erfordert es, Gegenmaßnahmen einzuleiten, kommentierte Unternehmenschef Ludwin Monz gestern im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Journalisten, wie die dpa meldet. Heidelberger Druck habe vor dem Hintergrund des sinkenden Auftragseingangs seit Januar in Teilen der Produktion und an mehreren Standorten Kurzarbeit eingeführt. Diese soll zunächst bis Ende März so weitergehen. Man erwarte, dass durch die Kurzarbeit zeitnah Einsparungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich erreicht würden.

Die Messe Drupa könnte das Ruder herumreißen

Nach frühen Kursgewinnen rutschte die Aktie von Heidelberger Druck schließlich ins Minus. Zuletzt gab das Papier um rund 3,7 Prozent nach und gehörte damit unter den schwächsten Werten im Nebenwerteindex „SDax“, wie es heißt. Die Kennziffern hätten zumeist leicht unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Die Auftragseingänge sind demnach im dritten Geschäftsquartal eingebrochen, was als Signal für ein schwierigeres Geschäftsumfeld gedeutet werden kann. Was jetzt an Aufträgen fehle, dürfte sich in rund einem halben Jahr in den Zahlen auswirken. Man baue aber darauf, dass sich die Konjunktur bis dahin etwas erhole und die Nachfrage auch durch sinkende Zinsen und die Branchenmesse Drupa wieder anzieht – hoffentlich! Die Messe findet nur alle vier Jahre statt. Die Hersteller von Druckmaschinen erhoffen sich auf der Drupa, die vom 28. Mai bis 7. Juni in Düsseldorf läuft, deshalb viele Aufträge.

Die bisherigen Geschäftszahlen im laufenden Jahr

In den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2023/24 konnte das Unternehmen seine Erlöse aber aufgrund besserer Geschäfte im Verpackungssegment fast stabil halten. Operativ lief es unter anderem wegen eines Sparprogramms besser. In einem schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte sich Heidelberger Druck deshalb in den drei ersten Quartalen des Geschäftsjahres behaupten. Umsatz und operatives Ergebnis hätten sich außerdem wie erwartet entwickelt. Die Ziele für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen auch. In den neun Monaten bis Ende Dezember sank der Umsatz im Jahresvergleich aber um 2,5 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie es weiter heißt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte aber sogar um acht Prozent auf 135 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 7,2 Prozent im Vorjahr auf 8 Prozent.

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