O.K. für die Umwelt Großformatige Kunststoffteil-Veredelung im Spritzgießwerkzeug

Quelle: Krauss-Maffei 2 min Lesedauer

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Die Umweltvorschriften für Lackieranlagen werden immer strenger – nicht nur in Europa, sondern etwa auch in China, so Krauss-Maffei. Doch dem Umstand kann man begegnen ...

Das gibt es jetzt nur bei Krauss-Maffei in Parsdorf! Eine hochskalierte Anlage für das Colorform-Verfahren namens MXW 4500, um ressourcen- und umweltschonend auch größere Kunststoffteile im Spritzgießwerkzeug lackieren zu können. Hier mehr zu dieser Neuentwicklung ...(Bild:  Krauss-Maffei)
Das gibt es jetzt nur bei Krauss-Maffei in Parsdorf! Eine hochskalierte Anlage für das Colorform-Verfahren namens MXW 4500, um ressourcen- und umweltschonend auch größere Kunststoffteile im Spritzgießwerkzeug lackieren zu können. Hier mehr zu dieser Neuentwicklung ...
(Bild: Krauss-Maffei)

Nahezu weltweit muss man in Sachen Lackieren immer strengere Vorschriften mit Blick auf die Umwelt beachten. Auch verbrauchen nachgelagerte Prozesse immer mehr Ressourcen für die Logistik und ein erneutes Handling. Beim Colorform-Verfahren von Krauss-Maffei erfolgt die Farbgebung aber direkt im Spritzgießwerkzeug, wie die Bayern betonen. Das klappt, indem Bauteile aus thermoplastischem Kunststoff mit einer Polyurethan- oder Polyurea-Schicht (PUR/PUA) überzogen werden, wie es weiter heißt. Am Krauss-Maffei Standort Parsdorf steht dafür nun auch noch die neue, wie betont wird, branchenweit größte Laboranlage zur Verfügung. Sie kann beispielsweise für die Herstellung von Außenhaut-Bauteilen für Fahrzeuge eingesetzt werden.

Vom Spritzgießen bis zur Oberflächenbehandlung ist alles dabei

Die Maschine mal eben größer zu machen, ist aber nicht so einfach, wenn es um komplexe technische Verfahren geht. So brauche es auch für die neue Colorform-Laboranlage eine sorgfältige Planung. Sie sollte für Anwender („all in one“) den kompletten Produktionsprozess abbilden – Spritzgießen, PUR-Fluten, Teilehandling, Nachbearbeitung und Oberflächenbehandlung. Auch sollte sie flexibel für mittlere und (sehr) große Bauteile einsetzbar sein, wie Krauss-Maffei anmerkt. Außerdem wurde an die mögliche Herstellung von Musterplatten gedacht. Das Ergebnis ist die MXW 4500 mit Wendeplatte und verbreiterten Aufspannplatten – plus mehrere sogenannte Nassteile, die das Polyurethan bereitstellen. Eine Dosieranlage Rimstar Flex 8/8 mit den Mischköpfen MK5/MK8 übernimmt dabei Volumenströme bis 50 beziehungsweise 250 Gramm pro Sekunde. Die ebenfalls vorhandene Rimstar Compact 16/29 mit dem neu entwickelten Mischkopf MK10-3K erreicht Austragsmengen bis 500 Gramm pro Sekunde, wie Krauss-Maffei sagt. Je nach Bauteilgewicht wird die Farbe über einen modularen Farbbaustein zudosiert (bei den 2-K-Mischöpfen) oder direkt hinzugegeben, wie beispielsweise beim Mischkopf MK10-3K. So gelingt die komplexe Medienführung in der neuen Gesamtanlage.

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Auch die Automation wurde praxisnah ausgelegt, weil manche thermoplastische Kunststoffe (etwa PP, PA, PE) oberflächentechnisch erst aktiviert werden müssen, um eine gute Haftung zwischen Polymer und PUR zu erreichen. Dazu ist eine Station zum Beflammen in die Laboranlage integriert. Das System wird noch um eine Beschnittzelle ergänzt, mit der die Angüsse von den Bauteilen entfernt werden können, wie es weiter heißt. Auch diese Technik kommt aus dem Hause Krauss-Maffei. Und zwei am Markt einzigartige Produkte aus dem digitalen Portfolio runden das Gesamtangebot ab, wie betont wird. Gemeint ist zum einen die Maschinenfunktion „APCplus“ an der MXW 4500, die als Autopilot für den Spritzgießvorgang dient und für eine extrem gewichtskonstante Bauteile sorgt, indem der Umschaltpunkt und der Nachdruck von Schuss zu Schuss an die Schmelzeviskosität angepasst werden, wie Krauss-Maffei erklärt. Zum anderen überwacht der Dataxplorer den gesamten Kunststoff-Verarbeitungsprozess und zeichnet dazu über 1.000 Maschinensignale mit einer Auflösung von bis zu 200 Hertz in Kurvenform auf. So erhalte der Anwender einen mikroskopisch genauen Blick auf alle Abläufe des Colorform-Verfahrens und genießt dabei die vollständige Rückverfolgbarkeit des Geschehens. Krauss-Maffei entwickelt und fertigt im Übrigen alle für das hier beschriebene Colorform-Verfahren nötigen Komponenten bei sich. Somit seien Schnittstellen- und Funktionsprobleme nicht zu befürchten.

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