3D-Druck-Queen

VFGF-Verfahren erlaubt wirtschaftlichen Druck von Großbauteilen

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Dieser Kunststoff steckt im 3D-gedruckten Cockpit

Für den Rahmen des Cockpits verwendete Murtfeldt AS ein teilaromatisches Polyamid mit 25 Prozent Glasfaseranteil (Q.mid GF25). Dieses Material weist eine besonders hohe Maßhaltigkeit auf (0 Prozent längs, 0,2 Prozent quer). Die Temperaturstabilität hält bis 200 °C. Die Steifigkeit ist hoch und das Material kann sehr gut lackiert werden. Die fertige Cockpit-Baugruppe wird zum Abschluss nämlich in matt schwarz lackiert (Durchlaufzeit circa zwei Wochen), damit keine störenden Lichtreflexe im Simulator entstehen.

Großbauteildruck mit wohl temperiertem Bauraum

Die Anwendung des 3D-Extrusions-Druckers Queen 1 von Q.Big 3D überzeugte im Projekt auch mit einer hohen Oberflächengüte, die selbst bei starken Überhängen der Geometrie erhalten bleibt. Auch die Maßhaltigkeit konnte erreicht werden. Diese Resultate ergeben sich aus einer durchdachten Anlagentechnik. Denn die aktive Temperierung einer äußeren Kammer sowie des Bauraumes der Queen 1 ermöglichen einen stabilen und wiederholgenauen Prozess. Die Temperaturen – nicht nur des Bauraums sondern auch der gesamten Mechanik, unabhängig von Temperaturschwankungen in der Produktionshalle – können so nämlich konstant gehalten werden. Etwas Besonderes ist auch die variable Düse der Queen 1. Für schnelle Aufbauraten sorgt eine variable Düsenansteuerung, die an die Besonderheiten jeder Geometrie angepasst wird. Filigrane Bereiche der Bauteile werden im normalen Modus der Düse aufgebaut. Flächige Infill-Bereiche an den dicken Holmen des Cockpits hingegen im schnellen Turbomodus. Dieser verringert die Fertigungsdauer und stellt eine höhere Stabilität sicher. Den Wechsel der Modi realisiert die Queen 1 automatisch. Konstruktiv gab Reiser für die Düsenansteuerung sensible Bereiche vor. An den Anschraubpunkten der Türschaniere beispielsweise wurde Vollmaterial vorgegeben. Das ermöglicht eine stark verkürzte Fertigungszeit sowie einen materialsparenden Leichtbau der 3D-Bauteile.

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Nachbetrachtung zum Einsatz des VFGF-Verfahrens:

Eine additive Fertigung des Cockpits mittels der Queen-1-Anlagentechnik ohne Werkzeug bringt für den Anwender ein niedrigeres Investitionsrisiko und den Entfall von Nachbearbeitungskosten. Weiterhin bietet diese Strategie auch Vorteile zu anderen 3D-Druck-Strategien, wie SLS- oder FDM-Druck, weil die Bauteile normalerweise häufig verklebt werden müssen. Das begrenzt die Funktionalität, Dichtheit und Maßhaltigkeit aufgrund von Toleranzungenauigkeiten. Das Fazit von Murtfeldt AS: Mit der innovativen VFGF-Anlagenlagentechnik von Q.Big 3D für großvolumige 3D-Bauteile kann man nachweislich gezielt weitere Anwendungsgebiete für die SLS-Fertigungsstrategie erschließen. Wenn man die gesamte Prozesskette beherrscht, sind komplexe, große 3D-Bauteile mit hoher Wiederholgenauigkeit und Bauteilgüte auf einem höheren Niveau als bisher möglich.

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