Menschliche vs künstliche Intelligenz
Warum KI nicht mit menschlicher Intelligenz vergleichbar ist

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Marco Barenkamp* 6 min Lesedauer

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Immer wieder wollen Menschen unsere eigenen geistigen Fähigkeiten mit denen künstlicher Intelligenz messen. Warum dieser Vergleich hinkt und welche Schwachstellen aktuelle Tests für die Leistungsfähigkeit von KI haben, erläutert Professor Marco Barenkamp.

Was macht künstliche Intelligenz aus und wie misst man ihre Leistungsfähigkeit?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Was macht künstliche Intelligenz aus und wie misst man ihre Leistungsfähigkeit?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das breite Feld der künstlichen Intelligenz erfährt derzeit viel Aufmerksamkeit, in der Öffentlichkeit wie auch in den Medien. Es vergeht gefühlt kaum ein Tag, an dem sich nichtvermeintliche neue Experten zu Wort melden – häufig mit recht einseitiger Fokussierung auf die Chancen oder Risiken der Technologie und ihrer Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder die Frage aufgeworfen, ob KI-Systeme als unbeschränkt genial einzustufen sind oder ob die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz nicht doch begrenzt sind?

Aktuell rätseln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch, wie sich die Fähigkeiten von KI richtig bewerten lassen. Dabei macht die Debatte immer wieder deutlich, wie extrem schwierig es ist, angemessene Tests zu finden, um die Fähigkeiten von KI-Systemen abzubilden und umfassend zu verstehen. Mit klassischen Benchmarks und akademischen Prüfungen kommt man hier nämlich nicht weiter. Hinsichtlich geeigneter Tests herrschen also weder Klarheit noch Einigkeit in der Wissenschaft. Und so wird weiter lebhaft debattiert, was denn nun hinter vordergründig so faszinierenden Fähigkeiten von Systemen wie etwa Chat GPT steckt.