Erleichterung

Fraunhofer-Forscher erleichtern 3D-Druck durch offenes Datenformat

< zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Das kann das neue, offene Datenformat aus der Forschung

Das neue Datenformat namens „Open Vector Format OVF“ bietet zunächst einmal offene Strukturen, so dass die User vollen Zugriff auf die Geometriedaten haben, wie die Wissenschaftler erklären. Diese werden in einem am Fertigungsprozess orientierten Vektorformat gespeichert. Das reduziere den Umfang der Dateien im Vergleich zum Textformat drastisch. Zusätzlich ließen sich im neuen OVF Fertigungsinformationen wie zum Beispiel die Laserleistung oder die Delay-Zeiten beim Scanprozess speichern. Bei Mehrstrahlanlagen wird auch die sogenannte Scan Feed Allocation festgelegt – also die Aufteilung auf mehrere Strahlquellen. Im Detail basiere das Format auf der Open-Source-Technologie „Protocol Buffers“, die auch Google für strukturierte Daten nutzt. Protocol Buffers definiert eine Interface Description Language (IDL), die zur Definition der OVF-Daten genutzt wurde.

Für sechs von Google unterstützte Programmiersprachen lesbar

Das Format ist für sechs von Google unterstützte Programmiersprachen lesbar, aber 30 weitere Sprachen können ebenfalls damit arbeiten, heißt es. Es basiert auf Binärdaten, wie die Forscher anmerken. Speziell für den 3D-Druck ist die schichtweise Verarbeitung der Daten wichtig, was die Steuerung über ein Netzwerk ermöglicht und so die lokale Datenhaltung stark reduziert. Experimentelle Vergleiche zeigten, dass das neue Format in ähnlicher Geschwindigkeit verarbeitet werde wie proprietäre Formate der Maschinenhersteller – damit arbeite schneller als andere offene Formate wie G-Code.

Auch die Prozessüberwachung kann integriert werden

Seine Stärken spiele das OVF auch bei der Prozessüberwachung aus. Denn um die Kontur des Werkstücks im Zuge der Bearbeitung an Soll-Daten abzugleichen, müssen einerseits der Zugriff auf die Konstruktionsgeometrie gewährleistet und andererseits die Vergleichsmöglichkeit mit Daten der 3D-Vermessung gegeben sein. Dabei liege eine zentrale Motivation für die Entwicklung des neuen Formats. Denn OVF erlaubt es Systementwicklern, LPBF-Anlagen mit einer Bildverarbeitung ihrer Wahl zu koppeln und die Daten zu verknüpfen, wie es dazu heißt. Das diene nicht nur der Qualitätssicherung, sondern erleichtere auch den Leistungsvergleich verschiedener LPBF-Anlagen. Diese Option bestehe auch dann, wenn mehrere LPBF-Systeme samt Prozessüberwachung über ein Netzwerk gesteuert werden.

(ID:49935415)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung