So geht`s nicht weiter! Hochrangige Unternehmer fordern industriefreundlichere EU-Politik

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Antwerper Erklärung! Über 50 hochrangige Unternehmensvertreter und 15 Industrieverbände rufen die EU auf, eine industriefreundlichere Politik in die Wege zu leiten, wie die dpa sagt.

Höchste Zeit! Im Rahmen der sogenannten Antwerper Erklärung plädieren über 50 hochrangige Unternehmensvertreter für eine industriefreundlichere EU-Politik. Nicht zuletzt werfen Umweltschützer den Unternehmen vor, an Klimakrise & Co. schuld zu sein.(Bild:  TTstudio - stock.adobe.com)
Höchste Zeit! Im Rahmen der sogenannten Antwerper Erklärung plädieren über 50 hochrangige Unternehmensvertreter für eine industriefreundlichere EU-Politik. Nicht zuletzt werfen Umweltschützer den Unternehmen vor, an Klimakrise & Co. schuld zu sein.
(Bild: TTstudio - stock.adobe.com)

In einer Erklärung sprechen sie sich unter anderem für einfachere Staatshilfe, niedrigere Energiekosten und mehr europäische Bergbauprojekte für wichtige Rohstoffe aus. In dem Papier, das auch von Vertretern von Dax-Unternehmen unterschrieben und am Dienstag veröffentlicht wurde, warnen sie außerdem eindringlich vor Konkurrenz aus den USA und China. Auch die Industriegewerkschaft IG BCE trägt die sogenannte Antwerpener Erklärung mit. Die US-Wirtschaft profitiere etwa von Staatshilfen über den sogenannten Inflation Reduction Act (IRA). Und zusätzlich erhöhen chinesische Überkapazitäten und zunehmende Exporte nach Europa den Druck auf die europäische Industrie. Deutsche Unternehmen sind täglich mit dieser Herausforderung konfrontiert. Standorte werden geschlossen, die Produktion gestoppt, Mitarbeiter entlassen, heißt es. Unterschrieben wurde die Erklärung unter anderem vom Bayer-Vorstandsvorsitzenden Bill Anderson und dem BASF-Chef Martin Brudermüller.

Europäische Unternehmen seien laut Greenpeace an allem schuld

Die Erklärung wurde für ein Treffen von Industrievertretern mit dem belgischen Premierminister Alexander De Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ausgearbeitet. Gemeinsam mit der belgischen EU-Ratspräsidentschaft hatten die Unternehmen für Dienstag ein Gipfeltreffen der europäischen Industrie organisiert. Man ist entsetzt, heißt es in einem offenen Brief an De Croo. Organisationen wie Greenpeace Belgien und die Aurelia Stiftung warfen den Verfassern etwa vor, die Schuld von Unternehmen an der Klima- und Biodiversitätskrise nicht anzuerkennen. Diese Krisen stellten eine enorme Gefahr für den Planeten dar und seien das Ergebnis jahrzehntelanger unverantwortlicher Unternehmensentscheidungen. Die Beschuldigten drängen in ihrer Erklärung aber auch darauf, dass Staaten Risikoinvestitionen in erneuerbare Energien stärker absichern. Die nächste EU-Kommission müsse neuen Projekten für erschwingliche erneuerbare und nukleare Energie Vorrang einräumen. Im Sommer findet die Europawahl statt, im Zuge dessen wird auch eine neue EU-Kommission zusammengestellt.

Damit man in Europa hochwertige Arbeitsplätze erhalten kann

Ferner plädieren die Industrievertreter dafür, dass Freihandelsabkommen oder andere Abkommen die Versorgung der Industrie mit wichtigen Rohstoffen sichern und Zugang zu neuen Märkten ermöglichen sollen. Jedes neue EU-Gesetz soll demnach vor Verabschiedung darauf überprüft werden, inwiefern es die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Unternehmen beeinflusst. Das Ziel ist es, hochwertige Arbeitsplätze für Beschäftigte in Europa zu erhalten, teilte die IG BCE mit Blick auf die Erklärung mit.

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