Aderkennzeichnung Emissionen mit Pastell-B-Verfahren reduzieren

Von Helukabel 2 min Lesedauer

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Eine eindeutige Aderkennzeichnung ist für den schnellen und sicheren Anschluss von Kabeln und Leitungen unverzichtbar. Das Pastell-B-Verfahren ist eine alternative Methode der Aderkennzeichnung, das Aderpaare ressourcenschonender und CO2-ärmer kennzeichnet.

Beim Pastell-B-Verfahren wird die komplette Aderisolierung in einem der A-Ader entsprechenden, aber deutlich helleren Farbton hergestellt.(Bild:  Helukabel)
Beim Pastell-B-Verfahren wird die komplette Aderisolierung in einem der A-Ader entsprechenden, aber deutlich helleren Farbton hergestellt.
(Bild: Helukabel)

Das Pastell-B-Verfahren kann dabei helfen, den CO2-Ausstoß bei der Kabelproduktion zu reduzieren. Ein potenzieller Anwendungsbereich des neuen Markierungsverfahrens sind vierpaarige Datenleitungen, die etwa in der Ethernet-Verkabelung zum Einsatz kommen. Bei diesen Leitungen verfügt jedes Aderpaar über eine A- und eine B-Ader, die zur zweifelsfreien Anschlussbelegung mit einer unterschiedlichen Farbgebung versehen sind. Die Farben sind normiert und festgelegt:

  • grün / weiß-grün
  • orange / weiß-orange
  • blau / weiß-blau
  • braun / weiß-braun

Die älteste Methode zur Kennzeichnung der zweifarbigen Adern ist die sogenannte Ringmarkierung. Dabei werden mit einem Farbstrahlgerät Ringe in der entsprechenden Farbe auf die bestehende weiße Aderisolation aufgesprüht. Das Verfahren ist jedoch nicht effizient: Denn wie bei jeder Sprühlackierung landen nicht 100 Prozent der Farbe auf der Ader, was einen erhöhten Materialbedarf und eine CO2-Belastung darstellt. Bei einigen Werkstoffen haftet zudem der Farbauftrag nicht gut, wodurch die Konfektion der Leitungen mühsamer und zeitaufwändiger wird.

Eine Möglichkeit ist es, die weiße Aderisolation mit einem extrudierten Längsstreifen in grün, orange, blau oder braun zu versehen. Dieser wird wie die Isolation selbst aus einem Kunststoffgranulat hergestellt. Die Farbe lässt sich also nicht wie bei der Lackierung verwischen. Allerdings wird für dieses Verfahren ein zusätzlicher Streifenextruder benötigt.

Komplette Aderisolation in hellerem Farbton

Beim sogenannten Pastell-B-Verfahren wird nicht eine weiße B-Ader mit einem farbigen Streifen oder Ring markiert, sondern die komplette Aderisolation wird in einem der A-Ader entsprechenden, aber deutlich helleren Farbton hergestellt. Die Aderpaare sind also zum Beispiel hell- und dunkelgrün oder hell- und dunkelblau eingefärbt und lassen sich somit eindeutig unterscheiden.

Stärken von Pastell B

Es kommen keine Lacke und Lösungsmittel zum Einsatz, die beim Auftragen in die Umwelt gelangen. Die Methode lässt sich mit normalen Extrudern mit Farbdosierer umsetzen, ein zusätzlicher Streifenextruder wird nicht benötigt. Das senkt zum einen die Investitionskosten und zum anderen den Stromverbrauch. Hochrechnungen haben ergeben, dass sich durch den Einsatz von Pastell B etwa 15 Prozent CO2 einsparen lassen – bei einem durchschnittlichen Kabelwerk ergibt das eine Menge von rund 20 Tonnen pro Jahr. Ebenso reduziert sich die Anzahl der Werkzeuge, die vorgehalten und gewartet werden müssen. Die Markierung ist deutlich, dauerhaft und lässt sich nicht abwischen.

Umdenken und Umsteigen in der Kabelproduktion

Auch im Hinblick auf die in der Kabelproduktion geltenden Normen IEC 11801-1, EN50288-7, ANSI TIA/EIA 568 und IEC 60304 spricht nichts gegen die Anwendung des Pastell-B-Verfahrens. Warum kommt es dann nicht zum Einsatz? Zum einen sind Anwender seit langem an die konventionellen Kennzeichnungsmethoden gewöhnt, zum anderen wünschen Anwender herstellerübergreifend eine gleichbleibende Kennzeichnung. Das Unternehmen Helukabel sieht Potenzial in der Aderkennzeichnung mit Pastell B und ist an seinen Produktionsstandorten technisch in der Lage, diese auch zu implementieren und anzubieten.

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