Polymerer Temperatur-Extremist Druckbares Igus-Iglidur hält jetzt über 100 Grad aus

Quelle: Igus 2 min Lesedauer

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Für den 3D-Druck über selektives Lasersintern (SLS) hat Igus jetzt den Kunststoff Iglidur i-230 entwickelt, der eine Einsatztemperatur bis 110 °C hat.

Ein wahrer Allrounder bei hohen Temperaturen soll das neue SLS-Material Iglidur i-230 von Igus sein. Denn es trotzt laut Hersteller langfristig selbst Temperaturen von 110 °C,  bringt aber noch andere Vorteile mit, wenn es für Gleitlager verwendet wird.(Bild:  Igus)
Ein wahrer Allrounder bei hohen Temperaturen soll das neue SLS-Material Iglidur i-230 von Igus sein. Denn es trotzt laut Hersteller langfristig selbst Temperaturen von 110 °C, bringt aber noch andere Vorteile mit, wenn es für Gleitlager verwendet wird.
(Bild: Igus)

Besonders bei Kleinserien und Prototypen gehen immer mehr Konstrukteure dazu über, Bauteile günstig und schnell per 3D-Drucker herstellen zu lassen. Besonders beliebt ist laut Igus das selektive Lasersintern (SLS), ein additives Verfahren, bei dem ein Drucker Kunststoffpulver schichtweise zu Bauteilen verschmilzt. Gleitlager entstehen so unter anderem. Das Problem ist aber, dass Komponenten, die aus marktüblichen SLS-Druckmaterialien wie PA12 (Polyamid 12) in der Regel nur in Anwendungen mit Temperaturen von höchstens 80 °C zum Einsatz kommen können. Darüber wird das Material weich und verliert seine Formstabilität. Das ist ein K.O.-Kriterium für viele Einsatzgebiete – man denke an Lagerstellen im Motorraum eines Autos, diverse industrielle Anlagen oder viele Klimaanlagen und Kühlsysteme. Doch 3D-gedruckte Polymerbauteile halten zukünftig weit höhere Temperaturen aus, wie Igus aus Köln prognostiziert.

Druckbarer Gleitlager-Kunststoff hält noch mehr aus ...

Die Kölner wüssten, wovon sie reden, denn drohten sich marktübliche SLS-Druckmaterialien bei über 80 °C zu verformen, überstehe das neue pulverartige sowie PTFE-freie Material Iglidur i-230 nun eine Anwendungstemperatur von 110 °C. Igus habe das Material entwickelt, weil immer mehr Anwendungen von Gleitlagern aus Kunststoff in diesen Temperaturbereichen gefragt seien. Tests in zertifizierten externen Labors nach DIN EN ISO 75 HDT-A und HDT-B hätten die Wärmeformbeständigkeit bewiesen. Es überstehe kurzfristig sogar Extremtemperaturen von bis zu 170 °C, ohne sich zu verformen. Das Material leitet außerdem elektrostatische Aufladungen ab und schützt die Anlagen, in denen es verbaut ist, vor Funken und damit vor Schäden oder gar Brand.

Igus-Trockenlauf-Gleitlager können kompakter werden

Iglidur i-230 halte aber nicht nur vergleichsweise hohe Temperaturen aus, sondern es sei auch beständig in der Bewegung. Tests im hauseigenen Labor von Igus haben etwa bewiesen, dass das druckbare Polymer rund 80 Prozent verschleißfester ist als PA12. 3D-gedruckte Gleitlager aus aus dem neuen Kunststoff haben laut Igus somit eine wesentlich längere Lebensdauer, erhöhen so die Wirtschaftlichkeit von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen und reduzieren den Wartungsbedarf. Gleichzeitig habe das Material im Vergleich zu PA12 bei Raumtemperatur eine rund 50 Prozent höhere mechanische Festigkeit. Darüber hinaus überstand das Material in Biegetests einen Druck von 94 Megapascal. Mit Blick auf Gleitlagern mit geringerer Wandstärke werde es deshalb möglich, dieselbe Bauteilfestigkeit zu erreichen und in kompakten Bauräumen Platz und Gewicht zu sparen. Nicht zuletzt können Anwender der 3D-gedruckten Gleitlager aus iglidur i-230 auf zeitintensive Nachschmierarbeiten verzichten, wie die Kölner Experten betonen. In das SLS-Druckmaterial sind nämlich Festschmierstoffe für einen reibungsarmen Trockenlauf integriert.

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