Studie Digitalisierung kann Millionen in der Batterieproduktion einsparen

Quelle: Fraunhofer FBB 1 min Lesedauer

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Immer wieder heißt es, dass mit der Digitalisierung Kosten eingespart und die Produktion nachhaltiger werden könnten. Forscher untersuchten dies nun anhand eines konkreten Beispiels.

Die durchgängige Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist laut den Forschern ein zentraler Wegbereiter für eine nachhaltigere Batterieproduktion.(Bild:  Supichchanan - stock.adobe.com)
Die durchgängige Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist laut den Forschern ein zentraler Wegbereiter für eine nachhaltigere Batterieproduktion.
(Bild: Supichchanan - stock.adobe.com)

Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB hat gemeinsam mit Accenture eine Studie über die Digitalisierung in der Batteriezellenfertigung veröffentlicht. Laut einer Mitteilung konnten zahlreiche Vorteile festgestellt und genauer beziffert werden. Demnach könne eine Zellfabrik für Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 40 Gigawattstunden jährlich bis zu 27 Millionen Euro und fast 10 Prozent ihrer Emissionen mithilfe von digitalen Lösungen einsparen.

So könnte Digitalisierung die Ausschussrate verringern. Hohe Ausschussraten seien ein bekanntes Problem in der Massenproduktion von Batteriezellen. Sie lassen sich zum Beispiel mit digitalen Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitslösungen um bis zu 10,3 Prozent im Vergleich zur herkömmlichen Fertigung reduzieren, heißt es weiter. Materialkosten machen mit rund 70 Prozent den größten Anteil an den gesamten Herstellungskosten einer Batteriezelle aus. Digitale Lösungen könnten hier besonders dazu beitragen, Kosten zu senken und Abfälle zu vermeiden.

Energieverbrauch um 9,5 Prozent senken

Bei den Produktionskosten habe der Energieverbrauch aktuell einen Anteil von rund 5 Prozent, so die Forscher. Digitale Verfolgungs- und Optimierungstechnik bieten hier ein Einsparpotenzial von bis zu 9,5 Prozent. Der geringere Energieverbrauch sei auch Haupttreiber der möglichen Emissionseinsparungen von bis zu 9,7 Prozent. Ausfallzeiten von Produktionsmaschinen, ein weiterer Kostenfaktor, lassen sich zum Beispiel mit digitalen Anwendungen für vorausschauende Wartung um bis zu 7,1 Prozent senken.

Für die Untersuchung haben die Fraunhofer FFB und Accenture 143 Batterie- und Digitalisierungsexperten hauptsächlich europäischer und nordamerikanischer Unternehmen befragt. Die komplette Studie ist auf der Website der Fraunhofer FFB erhältlich.

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