Industrie 4.0 Die Zukunft der industriellen Fertigung in Österreich

Von Stefanie Michel 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz und IIoT werden und müssen die industrielle Produktion in Österreich verändern. Doch was braucht es dafür? Wir haben im Vorfeld des IIoT Forum 2025 mit den Verantwortlichen und Keynotespeakern darüber gesprochen.

Sabine Walch, Katharina Zauner, Benno Blumoser und Tim Lüken (v.l.) (Bild:  v.l.: Pascal Riesinger, Pascal Riesinger, Siemens, Gebrüder Dorfner)
Sabine Walch, Katharina Zauner, Benno Blumoser und Tim Lüken (v.l.)
(Bild: v.l.: Pascal Riesinger, Pascal Riesinger, Siemens, Gebrüder Dorfner)

Mit dem 13. IIoT Forum 2025 steht Österreich im Zeichen der industriellen Zukunft. Unter dem diesjährigen Motto „Futureproof Industry“ rückt das Forum zentrale Fragen der digitalen Transformation in den Fokus:

Wie können Künstliche Intelligenz (KI) und das Industrial Internet of Things (IIoT) nicht nur Produktionsprozesse optimieren, sondern ganze Wertschöpfungsketten intelligent und selbstlernend gestalten?

Katharina Zauner: Die industrielle Landschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Hier sind vernetzte Systeme, datengetriebene Entscheidungen und autonome Produktionsprozesse längst keine Vision mehr, sondern Realität. Doch um diese Potenziale zu nutzen, braucht es mehr als Technologie: Es braucht strategische Weitsicht, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine offene Innovationskultur. Darum geht es im Kern auch beim IoT Forum.“

Tim Lüken, Sie sind für Innovation bei Gebrüder Dorfner zuständig und wissen, was es dafür braucht. Was ist nötig, um beispielsweise KI nutzen zu können?

Tim Lüken: Um KI in der Industrie einsetzen zu können, sind mehrere zentrale Voraussetzungen erforderlich. Erstens sind hochwertige, strukturierte Daten nötig, denn ohne Datenbasis funktioniert kein Modell. Zweitens braucht es eine digitale Infrastruktur, die Systeme vernetzt und Compliance (z. B. EU AI Act, Datenschutz) sicherstellt. Drittens muss eine Kultur des Befähigens vorherrschen, in der operativ Mitarbeitende eingebunden (und dadurch geschult) werden, statt ersetzt. Ergänzt wird das alles durch eine klare strategische Fokussierung auf Kernkompetenzen und schnelle Pilotprojekte, um Akzeptanz und Tempo aufzubauen.

Zusammengefasst müssen Unternehmen also welche Hausaufgaben erledigen?

Tim Lüken: In aller Kürze sind die entscheidenden Hausaufgaben: Daten, Technologie, Haltung und rechtliche Leitplanken.

KI ist zwar in aller Munde, doch lohnt sich die Anstrengung dafür überhaupt? Herr Blumoser, Siemens ist ja schon recht weit beim KI-Einsatz. Gibt es bereits echte Mehrwerte?

Benno Blumoser: Gerade Industrial AI ist aus unserer Sicht der Gamechanger für die Fertigungsindustrie in Europa. Ja, das liefert auch schon Mehrwerte. Ein Beispiel ist der Einsatz von vorausschauender Wartung in der Produktion, wie sie inzwischen von vielen Unternehmen nachgefragt und bereits genutzt wird: Klassischerweise analysieren hier KI-basierte Plattformen wie etwa „Senseye Predictive Maintenance“ von Siemens automatisch den Zustand der Maschinen und prognostizieren deren Wartungsbedarfe. Das Ergebnis: es gibt deutlich weniger ungeplante Stillstände bei gleichzeitig signifikanten Kosteneinsparungen. Amortisationszeiträume von sechs Monaten sind hier die Regel. Der besondere Vorteil dieser Lösungen: Sie integrieren sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen, machen Prozesse effizienter und resilienter, und ermöglichen datengetriebene Entscheidungen – und das auch in komplexen, gewachsenen Strukturen.

Das verändert auch unsere europäische Industrie! Wie lassen sich die Prozesse zusätzlich optimieren?

Sabine Walch: Für die europäische Industrie ergibt sich durch diese Entwicklungen eine neue Ära des Industrial IoT. Zusätzlich entwickelt sich der digitale Zwilling vom reinen Abbild der Realität zum strategischen Innovationsinstrument. In der produzierenden Industrie eröffnet diese Technologie die Möglichkeit, nicht nur bestehende Prozesse zu optimieren, sondern völlig neue, hocheffiziente und nachhaltige Geschäftsmodelle und Produktansätze in Unternehmen zu etablieren.

Katharina Zauner: Und gerade zu diesen Themen liefern wir beim IIoT Forum praxisnahe Vorträge, interaktive Formate und Diskussionen. Hier sollen sich Industrie, Forschung und Technologieanbieter austauschen können, um innovative Impulse, gute Kontakte und konkrete Ansätze mitzunehmen.

Futureproof Industry

Zukunftssicherheit entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch Handeln. Deshalb ist das IIoT Forum 2025 von Succus Wirtschatfsforen ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die den industriellen Wandel gestalten wollen.
Das 13. Jahresforum für AI & IIoT findet am 27. November 2025 im Strabag Haus (Gironcoli Kristall) in Wien statt.

Zur Anmeldung

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