Verkaufen oder schließen! DEW sucht Käufer für Werke in Hagen und Krefeld

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Das zum Stahlkonzern Swiss Steel gehörende Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW) will seine Kapazitäten in Witten und Siegen bündeln ...

Swiss Steel informiert, dass die deutsche Tochter DEW die Werke in Hagen und Krefeld am liebsten verkaufen will. Sonst droht die Schließung. Hier mehr dazu ...(Bild:  Stahlspiegel)
Swiss Steel informiert, dass die deutsche Tochter DEW die Werke in Hagen und Krefeld am liebsten verkaufen will. Sonst droht die Schließung. Hier mehr dazu ...
(Bild: Stahlspiegel)

DEW will im Rahmen der Bündelung seiner Kapazitäten die Werke in Hagen und Krefeld veräußern. Gelingt das aber nicht, erwägt man, beide Standorte zu schließen, wie Swiss Steel mitteilt. Im Drahtwalzwerk in Hagen arbeiten derzeit rund 300 Personen und am Standort Krefeld, wo Stahl bearbeitet wird, sind es rund 450. Geplant ist demnach, die Stahlproduktion am Standort Witten zu konzentrieren. Das Stahlwerk in Siegen soll wohl pausieren. Sollte sich die Marktlage in den kommenden Jahren verbessern, könne es unter Umständen aber wieder in Betrieb genommen werden. Davon betroffen sind rund 220 Beschäftigte, wie man erfährt. Das Siegener Walzwerk hingegen (rund 700 Mitarbeiter) soll integraler Bestandteil des künftigen Produktionsverbunds bleiben. Swiss Steel sprach von schmerzhaften Veränderungen: Die Entscheidung greift schließlich tief in das Leben von Mitarbeitern und in die Wirtschaftsregionen in Nordrhein-Westfalen ein. Der Beschluss sei aber eine wirtschaftliche Notwendigkeit und kein Urteil über individuelle Leistungen.

Standort Witten ist für die Zukunft ideal

Der, wie es heißt, Spezialstahlstandort Witten mit aktuell über 1.000 Beschäftigten soll Produktionsmengen übernehmen. Der dortige Elektrolichtbogen-Ofen und die Gießanlage sollen dadurch fast Vollauslastung erreichen können. Das senke die Kosten pro Tonne Stahl und mache die Produkte wettbewerbsfähiger. Investitionen seien auch geplant. Witten sei auch bereits heute auf margenstärkere und wachsende Endmärkte wie die zivile Luftfahrt und die Rüstungsindustrie ausgerichtet und weniger von der schrumpfenden Automobilindustrie abhängig. Der Unternehmensumbau soll in den nächsten zwei Jahren stattfinden. Swiss Steel begründete die geplanten Maßnahmen mit einem generell schrumpfenden Markt. Seit 2021 ist demnach das Marktvolumen über alle wichtigen Produktgruppen deutlich zurückgegangen. Denn wichtigen Abnehmerbranchen (etwa Automobil- und Maschinenbau) geht es nicht gut und hohe Energiekosten und zunehmender Importdruck belasten die europäische Stahlproduktion zusätzlich. Betriebsbedingte Kündigungen will man möglichst vermeiden.

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