Noch ist`s unsicher Deutscher Maschinenbau stabilisiert sich nach zähem Jahresstart – aber ...

Quelle: VDW 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zwar sank der Auftragseingang im deutschen Werkzeugmaschinenbau im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich, doch der VDW registriert eine gewisse Stabilisierung.

„Es läuft im Werkzeugmaschinenbau deutlich schlechter als Anfang letzten Jahres. Dahinter steckt auch ein Basiseffekt. Denn die Bestellungen waren zu Beginn 2023 noch sehr ordentlich“, so Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, zur Analyse des ersten Quartals 2024.(Bild:  S. Kastner / VDW)
„Es läuft im Werkzeugmaschinenbau deutlich schlechter als Anfang letzten Jahres. Dahinter steckt auch ein Basiseffekt. Denn die Bestellungen waren zu Beginn 2023 noch sehr ordentlich“, so Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, zur Analyse des ersten Quartals 2024.
(Bild: S. Kastner / VDW)

Im ersten Quartal 2024 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 24 Prozent. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um zwei Prozent, die Auslandsorders gingen gar um 32 Prozent zurück. Aktuell verbucht die Branche im Vergleich zum Vorjahr also ein kräftiges Auftragsminus. „Dahinter steckt aber auch ein Basiseffekt, denn die Bestellungen waren zu Beginn 2023 noch sehr ordentlich“, kommentiert Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), das Ergebnis. In der Entwicklung deute sich derzeit zwar eine Stabilisierung an, die sich in den kommenden Monaten aber noch beweisen müsse. Heering: „Unsere Mitglieder signalisieren, dass auch in Deutschland der Bedarf bei den Kunden durchaus vorhanden ist, die Investitionsentscheidungen aufgrund der hohen Unsicherheit aber oftmals verschoben werden.“ Einige Indikatoren sprächen dafür, dass sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte erholen könnte.

Der Maschinen- und Anlagenbau braucht Vertrauen in die Zukunft

Diese heißen gesunkene Inflation, niedrigere Energiepreise, die Aussicht auf erste Zinsschritte, der auslaufende Lagerabbau, verbesserte Konjunkturindikatoren und höhere Realeinkommen – die den Konsum stärken. Das könnte demnach die Grundlage dafür sein, dass wieder mehr investiert wird, wie die Experten glauben. Dafür spreche auch die Trendwende beim globalen Einkaufsmanagerindex, der seit Jahresbeginn wieder leicht im Wachstumsbereich liegt. Für 2025 prognostiziert etwa Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, einen kräftigen Anstieg des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs um knapp über acht Prozent. Regional sei der Aufschwung breiter abgestützt. Insbesondere Indien, die Asean-Region, die USA, Mexiko und Kanada positionieren sich derzeit als Zugpferde, wie es weiter heißt. In vielen europäischen Ländern sei auch wieder mit einer klaren Aufwärtsentwicklung zu rechnen. Die Auftragseingänge in Deutschland könnten vom steigenden internationalen Verbrauch profitieren. Heering: „Wichtig wäre es aber, dass hierzulande der Knoten platzt und nicht nur Anfragen, sondern auch Bestellungen ausgelöst werden.“ Und da habe die Regierung einige Möglichkeiten an der Hand, der Wirtschaft wieder mehr Vertrauen in die Zukunft zu vermitteln.

(ID:50045725)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung