Licht und Schatten Mehr Beschäftigte im Maschinenbau – dennoch steigt Kurzarbeit

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Deutschlands Maschinenbauer haben im vergangenen Jahr trotz der Konjunkturflaute mehr Menschen beschäftigt, doch die Kurzarbeit dürfte steigen, so die dpa.

Erfreulich ist die gestiegene Beschäftigtenzahl im deutschen Maschinenbau. Doch es läuft leider nicht so heiß, wie es laufen könnte. Denn die maue Weltkonjuktur bremst die Branche derzeit aus. Das hat in absehbarer Zeit Konsequenzen, so Experten.(Bild:  Fotolia RAW - stock.adobe.com)
Erfreulich ist die gestiegene Beschäftigtenzahl im deutschen Maschinenbau. Doch es läuft leider nicht so heiß, wie es laufen könnte. Denn die maue Weltkonjuktur bremst die Branche derzeit aus. Das hat in absehbarer Zeit Konsequenzen, so Experten.
(Bild: Fotolia RAW - stock.adobe.com)

Die Zahl der Mitarbeiter im deutschen Maschinenbau legte demnach um rund 13.600 (1,3 Prozent) auf rund 1,03 Millionen zu, wie der Branchenverband VDMA mitteilt. Den Anstieg bei dem nach eigenen Angaben größten industriellen Arbeitgeber Deutschlands hatte man sich jedoch stärker vorgestellt, heißt es. Denn Anfang 2023 habe die Mehrzahl der Unternehmen noch geplant, ihr Stammpersonal bis zum Ende des Jahres auszuweiten. Im Laufe des Jahres spürten die Maschinenbauer jedoch die Konjunkturflaute immer stärker. Der Verband rechnet mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten auch mit einem Anstieg der Kurzarbeit.

Trotz allem müssen die Stammbelegschaften gehalten werden

Und das Beschäftigtenbarometer des Münchner Ifo-Instituts zeigt seit dem Spätsommer 2023 an, dass die Unternehmen aus dem Maschinenbau ihre Belegschaft eher reduzieren als aufbauen wollen, merkt der VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann, an. In den kommenden Monaten sei auch nach seiner Meinung mit einer Zunahme der Kurzarbeit zu rechnen. Die Unternehmen werden sich aber bemühen, ihre Stammbelegschaft zu halten, was allein schon aufgrund des akuten Fachkräftemangels und der demografischen Situation besonders angeraten ist, so Wortmann.

Das Minus im Maschinenbau wird sich wohl verdoppeln

Der deutsche Maschinenbau ist bekanntlich auch eine sehr exportorientierte Branche. Er bekommt deshalb unter anderem die schwächelnde Weltkonjunktur stärker zu spüren. Und Käufer halten sich mit Aufträgen derzeit zurück. Eine Trendwende bei den Bestellungen sieht der Verband bisher noch nicht. Der VDMA hatte angesichts der Auftragsflaute seine Produktionsprognose für das laufende Jahr von bisher minus 2 auf minus 4 Prozent geändert.

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