Historisches Tief Deutsche Stahlproduktion schrumpft zusehends

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Die Stahlproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. Lesen Sie hier, was das heißt ...

Die deutsche Stahlproduktion ist im Sinkflug, wie Experten melden. Momentan befinde sie sich auf einem historischen Tiefstand. Vor allem die Elektrostahlerzeugung aus Schrott (Bild) leidet dabei. Ein Hauptgrund betrifft die hohen Energiekosten ...(Bild:  Zerberus)
Die deutsche Stahlproduktion ist im Sinkflug, wie Experten melden. Momentan befinde sie sich auf einem historischen Tiefstand. Vor allem die Elektrostahlerzeugung aus Schrott (Bild) leidet dabei. Ein Hauptgrund betrifft die hohen Energiekosten ...
(Bild: Zerberus)

In 2023 wurden rund 35,4 Millionen Tonnen Stahl in Deutschland produziert und damit 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt. Das sei das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzkrise von 2009. Damals sei es nach dem rezessionsbedingten Einbruch aber wieder rasch bergauf gegangen. Heute dagegen halte der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Besonders die schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen, nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen setzt der Industrie zu, heißt es zu den Problemen. Die Jahresbilanz der Stahlproduktion in Deutschland zeige deutlich, dass die Lage sehr ernst sei.

Deutsche Stahlbranche braucht politische Klarheit

Die Vereinigung appelliert deshalb an die Regierung, besonders bei den hohen Stromkosten für Entspannung zu sorgen. Und seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds stehe auch noch die Finanzierung der angestrebten Klimaneutralität in Frage. Nötig ist nach Meinung der Stahlindustrie ein klares politisches Konzept. Das sei ein zentraler Baustein, um die Transformation der Stahlindustrie und die Dekarbonisierung des Landes insgesamt weiter voranzubringen.

Die Elektrostahlerzeugung leidet besonders

Besonders dramatisch ist demnach der Einbruch bei der Elektrostahlerzeugung, heißt es weiter. In diesem Sektor sei die Produktion im Vorjahresvergleich um fast 11 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen geschrumpft. Das unterschreite sogar den Tiefpunkt in der Finanzmarktkrise mit 11,3 Millionen Tonnen. Elektrostahl sei ein besonders hochwertiger, unter Nutzung eines Elektroofens hergestellter Stahl aus eingeschmolzenem Schrott. Diese Produktionsart für Stahl ist aber von Haus aus sehr stromintensiv und deshalb besonders von den steigenden Energiepreisen belastet. Die Produktion per Hochofen habe sich im Gegensatz dazu zwar stabilisiert, aber auch das nur auf einem äußerst niedrigen Level.

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