Wasserstoff für die Stahlindustrie Der Weg zu grünem Stahl
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Die Herstellung von Stahl ist besonders klimaintensiv. Rund vier Prozent aller CO2-Emissionen in Europa gehen auf die Kappe dieses Sektors. Wasserstoff für eine klimaneutrale Stahlproduktion ist hier der Weg in die Zukunft.
Beim Ziel einer klimaneutralen Stahlindustrie ist Wasserstoff der Baustein schlechthin. Denn grade in der Primärstahlerzeugung lässt sich durch den Einsatz von Wasserstoff ein Großteil der CO2-Emissionen einsparen. Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt, lassen sich pro Tonne eingesetztem klimaneutralen Wasserstoff 28 Tonnen CO2 einsparen. Die Stahlindustrie tätigt deshalb enorme Investitionen in neue Produktionsverfahren, um klimaneutralen Wasserstoff bereits vor 2030 einsetzen zu können.
In Österreich möchte beispielsweise Voestalpine seinen Kunden schon 2027 grünen Stahl anbieten. Dafür unternimmt das Unternehmen an den Standorten in Linz und Donawitz unter anderem große bauliche Maßnahmen. Das Unternehmen nahm 2019 auch die zu der Zeit weltweit größte Wasserstoffpilotanlage in Betrieb. Seit ihrem Start hat die H2Future genannte Versuchsanlage unterschiedliche Versuchsprogramme erfolgreich absolviert. Nun gilt es dem Unternehmen zufolge, die bisherigen gewonnenen Forschungserkenntnisse vor allem hinsichtlich Qualität des Wasserstoffs weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Projektes SuSteel (Sustainable Steelmaking) forscht Voestalpine am Standort Donawitz in der Steiermark in einer Versuchsanlage an der CO2-freien Herstellung von Rohstahl in einem Prozessschritt mithilfe einer neuartigen Wasserstoff-Plasmatechnologie. Ganz aktuelle Ergebnisse lieferte im Frühjahr 2024 das Forschungsprojekt Hyfor der Partner Primetals Technologies, Voestalpine Stahl Donawitz, der Montanuniversität Leoben und K1-MET. Hier wurde der weltweit erste hochqualitative CO2-reduzierte Qualitätswalzdraht aus wasserstoffreduziertem Reineisen und Schrott hergestellt. Produziert wurde das wasserstoffreduzierte Reineisen in der Pilotanlage Hyfor, die historische Schmelze erfolgte in der konzerneigenen Forschungsanlage, einem kompletten Stahlwerk im Kleinformat.
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