Mergers & Acquisitions DB-Schenker-Verkauf an DSV ist über die Bühne

Quelle: Pressemitteilung DSV 2 min Lesedauer

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Der dänische Logistikriese DSV hat sich die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker einverleibt. Lange war spekuliert worden, welcher Interessent den Zuschlag bekommt. Der Gesamtverkaufswert liegt nach DB-Angaben bei 14,8 Milliarden Euro.

Das DB vor Schenker ist Geschichte: Die Logistiktochter der Deutschen Bahn wurde jetzt an den dänischen Big Player DSV verkauft.(Bild:  DB/Volker Emersleben)
Das DB vor Schenker ist Geschichte: Die Logistiktochter der Deutschen Bahn wurde jetzt an den dänischen Big Player DSV verkauft.
(Bild: DB/Volker Emersleben)

Ein weiteres Stück Tafelsilber ist Geschichte: Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker geht an den dänischen Konkurrenten DSV. Der neue Eigentümer will eigenen Angaben zufolge in Deutschland noch einmal Investitionen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro in den kommenden drei bis fünf Jahren in das Unternehmen stecken. Wer sich wundert, warum sich die Deutsche Bahn beziehungsweise die deutsche Bundesregierung von einem gut laufendem Unternehmensbereich trennt, bekommt zu hören, dass sich die DB auf das Kerngeschäft und die Umsetzung ihrer Strategie „starke Schiene“ konzentrieren wolle. Und: Der Verkaufserlös von knapp 15 Milliarden Euro solle „zur deutlichen Reduzierung der Konzernverschuldung“ genutzt werden.

Übernahme im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen

So ganz ist der Verkauf der Logistiksparte der Deutschen Bahn zwar noch nicht über die Bühne, denn es bedarf noch der Zustimmung des DB-Aufsichtsrats und auch der Bund muss nach der Bundeshaushaltsordnung noch sein Plazet geben. Die gesamte Transaktion werde „nach Erhalt aller regulatorischen Genehmigungen im Laufe des Jahres 2025 erwartet“, wie es in einer Pressemitteilung vom 13. September heißt. Auch ganz wichtig: Die vereinbarten Sozialzusagen, unter anderem zum Schutz von Arbeitsplätzen, würden für einen Zeitraum von zwei Jahren nach Transaktionsabschluss (also bis 2027) gelten.

Im Fokus der nächsten drei Jahre steht die strukturelle Sanierung der Infrastruktur, des Eisenbahnbetriebs und der Wirtschaftlichkeit.

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn

Wenn man den Worten von DB-Chef Richard Lutz folgt, markiere der DB-Schenker-Verkauf und damit die „Konzentration der DB aufs Wesentliche“ die größte Transaktion in der Geschichte der Deutschen Bahn und ermögliche DB Schenker eine klare Wachstumsperspektive. „Im Einklang mit unserer Starke-Schiene-Strategie konzentrieren wir uns geschäftlich auf die gemeinwohlorientierte Schieneninfrastruktur in Deutschland sowie klimafreundlichen Personen- und Güterverkehr in Deutschland und Europa“, so Lutz. Es ist noch nicht lange her, da hatte man insbesondere auf internationaler Ebene einen ganz anderen Ton angeschlagen.

Langfristiges Wachstum und Arbeitsplätze sichern

Der DSV-CEO Jens H. Lund zum Erwerb des deutschen Vorzeigeunternehmens, das vor zwei Jahren sein 150-jähriges Jubiläum gefeiert hat und im Jahr 1872 von Gottfried Schenker in Wien gegründet worden ist: „Wir haben einen klaren Plan, wie wir gemeinsam das weltweit führende Transport- und Logistikunternehmen werden wollen. Hand in Hand und unter einem Dach werden die Mitarbeiter von DSV und Schenker unsere Stärken bündeln, um einen echten Weltmarktführer in der Branche zu schaffen. Dieser strategische Zusammenschluss mit erheblichen Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit wird langfristiges Wachstum sichern und nachhaltige Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.“

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