Continentales Das sind die neuesten Continental-Zahlen nebst Ausblick für 2024

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Heute hat Continental seine aktuellen Geschäftszahlen veröffentlicht. Lesen Sie hier, wie die aussehen und was die Hannoveraner für das laufende Jahr erwarten. Leider gibt es auch Wermutstropfen ...

Continental will die Automobilsparte zum Motor für weiteres Wachstum machen. Auch liegen die neuesten Geschäftszahlen vor. Leider sind auch über 7.100 Stellen bedroht – vor allem in der Verwaltung, wie die dpa erfahren hat.(Bild:  Continental)
Continental will die Automobilsparte zum Motor für weiteres Wachstum machen. Auch liegen die neuesten Geschäftszahlen vor. Leider sind auch über 7.100 Stellen bedroht – vor allem in der Verwaltung, wie die dpa erfahren hat.
(Bild: Continental)

Der Dax-Konzern Continental geht für 2023 von einem Umsatzanstieg auf 41 bis 43 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr belief sich der Erlös auf 39,4 Milliarden Euro. Die Geschäfte sollen bei einer um Sondereffekte bereinigten operativen Marge (Ebit) zwischen

5,5 und 6,5 Prozent außerdem wieder profitabler ausfallen (Vorjahr 5 Prozent). Wie die Hannoveraner planen, soll die Automobilzuliefersparte den Hauptantrieb für die Erholung des Konzern liefern, obwohl im letzten Jahr leicht rote Zahlen verbucht wurden. In 2022 hatten Covid-Lockdowns in China und mangelhafte Teileversorgung die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nämlich noch stark belastet. „Conti“ rechnete zuletzt mit einem Jahresplus von 5 bis 7 Prozent, ausgehend von 82 Millionen Fahrzeugen für die im Vorjahr ausgeliefert wurde. Die weltweite Autoproduktion ist ja der maßgebliche Gradmesser für die Teileabrufe von Autobauern. Der Umsatz der Autozuliefersparte soll deshalb von 18,3 Milliarden auf 20 bis 21 Milliarden Euro anziehen. Das soll eine operative Marge von 2 bis 3 Prozent einfahren (Vorjar -0,2 Prozent). Continental-Finanzchefin Katja Garcia Vila hatte bereits in Aussicht gestellt, dass die Marge nach einem Aufschwung im dritten Quartal auch im Schlussjahresviertel deutlich zulegen wird. Das sei auch notwendig, denn in den ersten neun Monaten lag sie bei nur einem Prozent.

Bei Conti sollen leider auch weit über 7.000 Stellen wegfallen

Die Produktion von Reifen ist aber nach wie vor die Ertragsperle bei Conti, wie man dabei erfährt. Die operative Marge in Sachen Pneus soll dieses Jahr deshalb zwischen 12,5 und 13,5 Prozent liegen, was in der Mitte der Spanne etwa so viel wäre wie im Vorjahr (13,1 Prozent). Auch dieses Jahr rechnen Vorstandschef Nikolai Setzer und Vila aber mit Gegenwind, der aus steigenden Material- und Frachtkosten sowie Belastungen von Energie und Gehältern aufkommen wird. Insgesamt dürfte das 1,4 Milliarden Euro an Mehrkosten mit sich bringen. Der Großteil entfällt mit einer Milliarde auf die Autozulieferung. Diese Conti-Sparte steht aber seit geraumer Zeit unter Druck, weil sie in den vergangenen Jahren oft enttäuschte. Einerseits überprüfe Conti für rund ein Viertel der Sparte, ob sie künftig noch zum Konzern gehören soll, andererseits hat Spartenchef Philipp von Hirschheydt den Rotstift angesetzt. Er will demnach die jährlichen Kosten bis 2025 um 400 Millionen Euro herunterdrücken. Dazu werden in der Verwaltung 5.400 Stellen abgebaut, in Forschung und Entwicklung dürften weitere 1.750 Jobs wegfallen.

Das ist die Meinung von Außenstehenden über die Conti-Lage

Investoren und Analysten bemängeln aber seit längerem, dass Continental in der Autozuliefersparte nicht nur wenig verdient, sondern auch vergleichsweise viel Geld für die Forschung ausgibt. Mit Blick auf 2028 soll nun der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz der Sparte auf 9 Prozent sinken. Zuletzt lag er bei rund 12 Prozent. In vergleichsweise kurzer Frist – also auf die kommenden zwei bis drei Jahre gesehen – wollen die Hannoveraner in dem Geschäft auch die Zielmarge von 6 Prozent erreichen. Die vom Unternehmen selbst befragten 18 Analysten taxieren den Umsatz im vergangenen Jahr im Schnitt auf 41,7 Milliarden Euro, was ein knappes Plus von 6 Prozent bedeutet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte mit 2,56 Milliarden Euro um ein knappes Drittel zugelegt haben. Die entsprechende Marge hätte mit 6,1 Prozent den Zielkorridor getroffen. Die Autozuliefersparte dürfte ihr Ziel mit 2 Prozent ebenfalls knapp erreicht haben. Beim bereinigten Mittelzufluss gehen die Fachleute davon aus, dass Conti mit 1,1 Milliarden Euro die Zielbandbreite von 0,8 bis 1,2 Milliarden Euro erreicht hat. Bei der Dividende werde mit 1,97 Euro pro Aktie gerechnet nach 1,50 Euro für das Geschäftsjahr 2022. Für das neue Jahr sei ein geringes Umsatzplus auf 42,8 Milliarden Euro zu erwarten. Die bereinigte operative Marge soll dabei weiter auf 6,8 Prozent steigen. Im schwierigen Autozuliefergeschäft prognostizieren die Experten eine Steigerung auf 3 Prozent. Die Autosparte bei Continental dürfte sich demnach in diesem Jahr weiter erholen. Doch die geplanten Sparvorhaben werden kosten. Insgesamt geht man von einer stabilen Profitabilität der Conti-Reifensparte aus.

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