Freudentaumel! Das sind die Award-Gewinner in Sachen 3D-Druck-Innovationen

Quelle: Mesago Messe Frankfurt 3 min Lesedauer

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Erstmals wurden auf der Messe Formnext Awards ausgeschrieben und gestern vergeben. Hier erfahren Sie, wer die Glücklichen sind ...

Strahlende Gesichter nach der erstmaligen Award-Verleihung im Rahmen einer Formnext-Messe in Frankfurt am Main. Erfahren Sie hier, wer mit welchen Ideen zur Anwendungszunkunft der additiven Fertigung die Jury überzeugt hat ...(Bild:  Mesago Messe Frankfurt / M. Kutt)
Strahlende Gesichter nach der erstmaligen Award-Verleihung im Rahmen einer Formnext-Messe in Frankfurt am Main. Erfahren Sie hier, wer mit welchen Ideen zur Anwendungszunkunft der additiven Fertigung die Jury überzeugt hat ...
(Bild: Mesago Messe Frankfurt / M. Kutt)

Mit dem neuen Awardkonzept hat die Formnext erstmals außergewöhnliche Talente und Ideen aus der Welt des Additive Manufacturing in insgesamt sechs verschiedenen Kategorien ausgezeichnet, wie der Messeveranstalter Mesago Messe Frankfurt vorab wissen lässt. Die Gewinner, die gestern ausgezeichnet wurden, heißen Axolotl Biosciences (Start-up Award), Oryx Medicals (Rookie Award), Fraunhofer-IGCV ((R)Evolution Award), Siemens im Rahmen des Verbundvorhabens 3D-Process (Design Award), Ceratizit (Sustainability Award) und AM of Bones sowie die Universität Stuttgart (Ambassador Award). Die Trophäen wurden von Sutosuto gestaltet und von Voxeljet angefertigt sowie gesponsert, wie man erfährt. Weitere Awardsponsoren sind 3D Printing Industry, AM Ventures, Cirp, Renishaw, und Trumpf.

Die Formnext-Award-Gewinner im Einzelnen:

  • Den Start-up Award supported by AM Ventures, der junge inspirierende Unternehmen mit umsetzbaren Geschäftsmodellen auszeichnet, konnte Axolotl Biosciences für sich entscheiden. Das kanadische Unternehmen hat nämlich mit Tissueprint eine für die Forschung geeignete, xenofreie Biotinte für den 3D-Druck von menschlichen Gewebemodellen entwickelt. Diese Tinte kann mit einer Vielzahl empfindlicher Zellen verwendet werden und behält nach dem Druck über 90 Prozent des zellulären Lebens aufrecht;
  • Oryx Medicals heißt der Sieger des Rookie Awards, der Einzelpersonen mit aussichtsreichen Geschäftsideen, die ihre Firma noch nicht oder vor weniger als einem Jahr gegründet haben, auszeichnet. Das junge Team hat eine innovative Aortenklappe entwickelt. Diese soll die Behandlung der Aortenklappenstenose revolutionieren. Dabei handelt es sich um eine 3D-gedruckte, patientenspezifische mechanische Herzklappe, die die Langlebigkeit üblicher mechanischer Klappen mit den Vorteilen des minimalinvasiven Verfahrens der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) verbindet;
  • Der Sustainability Award supported by Renishaw zeichnet Innovationen über den reinen Produktionsprozess hinaus anhand ihres Produktlebenszyklus aus. Der Sieger 2024 ist der Zerspanungswerkzeug-Hersteller Ceratizit. Ceratizit hat ein einzigartiges Verfahren zur bindemittel- und sinterbasierten additiven Fertigung von Hartmetallen entwickelt. Damit können 91 Prozent Rohmaterial eingespart werden, bei einem um 95 Prozent verkleinerten CO2-Fußabdruck;
  • Siemens (Verbundvorhaben 3D-Process) habe mit außergewöhnlichen 3D-Druck-Designs die Jury überzeugt und den Design Award supported by Cirp gewonnen. Man präsentierte dabei ein neuartiges Reaktordesign, das für mehr Nachhaltigkeit in der Chemie sorgen soll. Das Reaktorsystem ist auf die Synthese von Chemikalien für pharmazeutische Wirkstoffe (API) ausgelegt und erreicht laut Siemens eine Energieeinsparung von bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig werden rund 50 Prozent weniger Lösungsmittel benötigt als im konventionellen Prozess;
  • Das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV hat den (R)Evolution Award supported by 3D Printing Industry gewonnen. Der Award zeichnet bahnbrechende Produkte, Technologien oder Dienstleistungen aus, die einen besonderen Mehrwert für den Anwender bieten.
  • Das Fraunhofer-IGCV hat mit seinem Projekt „Three Material Powder Bed Fusion of Battery Cell Cap Housing“ überzeugt. Dabei handelt es sich um eine zum Patent angemeldete 3-Materialien-Verarbeitungstechnik per Pulverbettschmelzen. Damit können geometrisch komplexe Batteriezellengehäuse aus Aluminium, Kupfer und Keramik in einem einzigen Fertigungsschritt hergestellt werden. Das Verfahren eignet sich besonders für die Produktion von Kleinserien, so dass Zellentwickler ihre Designs in frühen Entwicklungsphasen schnell anpassen können, ohne in neue Werkzeuge investieren zu müssen;
  • Und der Ambassador Award prämiert herausragende Einzelpersonen oder Organisationen, die durch innovative Trainings- und Ausbildungsansätze oder ihre persönliche Fürsprache einen einzigartigen Einfluss auf die Branche und die Anwender haben. Der Sieger 2024 ist AM of Bones, Universität Stuttgart. Dort hat mit Zahnärzten neue dentale Knochentransplantate entwickelt. Das Projekt umfasst die Formulierung neuartiger keramisch gefüllter Harze und das Design hochpräziser Knochenimplantate, die für die DLP-Stereolithographie optimiert sind. Das Projekt umfasst auch auf die Nachbearbeitung einschließlich der Reinigung komplizierter trabekulärer Poren, um fehlerfreie, reine Keramikimplantate herzustellen.

Wie man unschwer erkennt, gibt es einen Innovationsschwerpunkt in Sachen Medizinanwendungen der additiven Fertigung. Die Redaktion gratuliert! Aber, wie beim Fußall auch – nach dem Match ist vor dem Match! Und die nächste Formnext kommt bestimmt. Die Ausschreibung für die Formnext Awards 2025 startet dann voraussichtlich im Frühjahr. Also, nicht verpassen!

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