Damit die Chemie stimmt
Rohre für den Wandel

Ein Gastbeitrag von Petra Hartmann-Bresgen 4 min Lesedauer

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Höhere Umweltbestimmungen und Energiepreise fordern neben dem drohenden PFAS-Verbot die Chemiebranche heraus. Neue Pipelines für die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger und Rohstoff gewinnen daher signifikant an Bedeutung. Mit ihren Qualitätsrohren und -rohrleitungssystemen für die Realisierung der Pipelines erweisen sich die Hersteller als verlässliche Säulen für eine erfolgreiche Zukunft.

Darstellung der zukünftig am Standort der BASF in Ludwigshafen integrierten Wasserelektrolyse, die in Kooperation mit Siemens Energy errichtet wird. Die Anlage, das sogenannte Hy4Chem-EI-Projekt, wird eine Kapazität von bis zu 8.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr besitzen.(Bild:  Simens Energy)
Darstellung der zukünftig am Standort der BASF in Ludwigshafen integrierten Wasserelektrolyse, die in Kooperation mit Siemens Energy errichtet wird. Die Anlage, das sogenannte Hy4Chem-EI-Projekt, wird eine Kapazität von bis zu 8.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr besitzen.
(Bild: Simens Energy)

Die Branche befindet sich im Wandel: „Die Produktionsprozesse der chemischen Industrie verändern sich derzeit rapide“, erklärt das Fraunhofer Institut IGB. Dabei muss die Chemiebranche bedrohliche Szenarien überstehen, wie das durch die EU-Kommission drohende Verbot von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die wegen ihrer langen Beständigkeit und Umweltschädlichkeit in der Kritik stehen. Es gibt allerdings erhebliche Bedenken gegenüber einem Verbot, unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). „Die breite Regulierung ganzer Stoffgruppen, unabhängig vom tatsächlichen Risiko der einzelnen Substanzen, ist aus Sicht der Industrie nicht angemessen.“ Die Folge eines Verbotes wären erhebliche Einschränkungen bei der Herstellung von Kunststoffrohren und von mit Kunststoff ausgekleideten Stahlrohren bedeuten.

Kunststoffrohre werden von der Chemiebranche benötigt: Denn PFAS werden laut dem BDI „in vielen Branchen immer dann eingesetzt, wenn extreme Rahmenbedingungen wie hohe oder niedrige Temperaturen, hohe Reibungswiderstände oder aggressive chemische Bedingungen dies erfordern“. Mit dem Wegfall von mehreren tausend PFAS könnten jedoch „viele dringend benötigte Anwendungen nicht mehr in der EU hergestellt werden, da derzeit keine geeigneten Alternativen existieren“. Ein Problem für die Herstellung von Rohren und Rohrleitungssystemen für die Chemiebranche.