Nachruf Elektromotoren-Pionier Bernhard Oswald verstorben

Quelle: Oswald Elektromotoren, Deutsche Bundesstiftung Umwelt 1 min Lesedauer

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Er galt als Pionier, der mit technologischer Innovation mehr Energieeffizienz bei elektrischen Antrieben für Industrieanlagen ermöglichte. Nun ist Bernhard Oswald im Alter von 93 Jahren gestorben.

Der nun im Alter von 93 verstorbene Bernhard Oswald (rechts) und sein Sohn Johannes, der das Familienunternehmen im bayerischen Miltenberg fortführt. (Bild:  Jens Kortus Fotografie Miltenberg)
Der nun im Alter von 93 verstorbene Bernhard Oswald (rechts) und sein Sohn Johannes, der das Familienunternehmen im bayerischen Miltenberg fortführt.
(Bild: Jens Kortus Fotografie Miltenberg)

Der frühere Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens Oswald Elektromotoren GmbH Bernhard Oswald ist im Alter von 93 Jahren am 21. Dezember 2023 gestorben. Oswald wurde vor allem für seine Elektromotoren bekannt, die ohne Getriebe auskommen. Die Energieeffizienz und Produktivität von Anlagen wurde damit gesteigert.

Bernhard Oswald, Gründer der Oswald Elektromotoren GmbH, ist am 21. Dezember 2023 im Alter von 93 Jahren gestorben.(Bild:  Oswald Elektromotoren)
Bernhard Oswald, Gründer der Oswald Elektromotoren GmbH, ist am 21. Dezember 2023 im Alter von 93 Jahren gestorben.
(Bild: Oswald Elektromotoren)

Der Unternehmer wurde am 22. Oktober 1930 geboren und wuchs im bayerischen Miltenberg auf. Er studierte Elektrotechnik und startete in den 1950er-Jahren bei Siemens als Ingenieur. 1959 wechselte er in die Forschung und arbeitete am Max-Planck-Institut (MPI) für Physik und Astrophysik zusammen mit Werner Heisenberg in München. Später wurde er Leiter des Bereiches Magnetfeldtechnik am MPI für Plasmaphysik in Garching.

1970 stieg er beim 1909 gegründete Familienunternehmen Karl Oswald & Sohn ein und übernahm dort nach kurzer Zeit die Führung, bevor er 1982 die heutige Oswald Elektromotoren GmbH gründete. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Familienbetrieb zum „Hidden Champion“ für drehzahlvariable Elektromotoren. Das operative Geschäft übertrug Bernhard Oswald nach und nach seinem Sohn Johannes. Er blieb jedoch geschäftsführender Gesellschafter des Hightech-Unternehmens und widmete sich fortan vor allem Forschungsprojekten zur Supraleitung. Im Schloss Kleinheubach veranstaltete er bald internationale Supraleiterkonferenzen.

Für seine vielfältigen Verdienste wurde Bernhard Oswald unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse geehrt. 2017 erhielt er außerdem gemeinsam mit seinem Sohn Johannes Oswald den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde laut einer Mitteilung. „Bernhard Oswald hat mit seinem mittelständischen Betrieb die Antriebstechnik revolutioniert.“

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